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	<title>Top Fives &#187; JC Niemeyer</title>
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	<description>»So you've got a list here of 5 things you'd do if qualifications and time and history and salary were no object.«</description>
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		<title>Angewohnheiten von Paketzustellern</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 09:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Don't Look Back In Anger]]></category>
		<category><![CDATA[Some Might Say]]></category>
		<category><![CDATA[Street Fighting Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal sprudelt man f&#246;rmlich &#252;ber vor Ideen f&#252;r Toplisten, merkt aber doch bald, dass man sie aus Gr&#252;nden des Geschmacks oder der Realit&#228;t nicht vollkriegt. Top 5 Naturkatastrophen etwa scheiden aus, weil wir hier nicht im Privatfernsehen sind. Die Liste Top 5 niedliche K&#228;tzchen muss ausfallen, weil der Autor sich einfach nicht entscheiden kann, es ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal sprudelt man f&#246;rmlich &#252;ber vor Ideen f&#252;r Toplisten, merkt aber doch bald, dass man sie aus Gr&#252;nden des Geschmacks oder der Realit&#228;t nicht vollkriegt. <em>Top 5 Naturkatastrophen</em> etwa scheiden aus, weil wir hier nicht im Privatfernsehen sind. Die Liste <em>Top 5 niedliche K&#228;tzchen</em> muss ausfallen, weil der Autor sich einfach nicht entscheiden kann, es sind ja ausnahmslos alle K&#228;tzchen niedlich, siehe: Internet. Dass wir auf <em>Top 5 politische Parteien</em> vorl&#228;ufig vergeblich warten m&#252;ssen, kann auch jeder nachvollziehen, der den Wahlkampf beobachtet.</p>
<p>Darum will der Autor sich heute mit besonders tollen Eigenschaften und F&#228;higkeiten von Paketzustellern befassen.</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Unversehrte Sendung p&#252;nktlich &#252;bergeben</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Kardinaltugend, die der sympathische Zusteller als Repr&#228;sentant des modernen Dienstleistungsunternehmens t&#228;glich vielfach praktizieren kann.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Beruflichen und privaten Stress nicht am Sendungsempf&#228;nger auslassen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Weil der daf&#252;r ja meistens nichts kann.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Treppensteigen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Wer schon mal oberhalb des Erdgeschosses gewohnt und auf Pakete gewartet hat, wei&#223;, warum diese Angewohnheit lobend hervorzuheben ist.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Klingelknopf dr&#252;cken</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Gerade die sichere Beherrschung der Basics des Zustellwesens kann man nicht laut genug preisen. Schon hierdurch kann sich die Zustellperson positiv von anderen ihrer Art abheben.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Bulli anhalten</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Die armen Schweine, die zu Hungerl&#246;hnen als Subunternehmer mit ihren Privatfahrzeugen Sendungen ausliefern, beherrschen diese Disziplin tadellos. Bei den anderen glaubt man manchmal, ein wenig Training im Bremsen k&#246;nnte nicht schaden – selbst wenn darunter die F&#228;higkeit litte, Benachrichtigungsk&#228;rtchen auf dem Postweg zu verschicken.
</p></div>
</li>
</ul>
</div>
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		<item>
		<title>Weisheiten aus Berlin (aus Berlin)</title>
		<link>http://topfives.org/2008/fuenf-weisheiten-aus-berlin-aus-berlin/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 22:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Go Let It Out]]></category>
		<category><![CDATA[Rock'n'Roll Star]]></category>
		<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#196;rzte aus Berlin (aus Berlin) sind schon so lange im Gesch&#228;ft, dass ihre Konzerte von Teenagern jeden Alters besucht werden. In all den ganzen Jahren haben im Werk  von Belafarinrod auch profunde Lebensweisheiten Niederschlag gefunden. Von den inzwischen zur Allgemeinbildung geh&#246;renden Erkenntnissen &#252;ber M&#228;nner (=&#160;Schweine) und Frauen (=&#160;Hauegernhaberinnen) abgesehen, zum Beispiel diese hier:




5. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die &#196;rzte</em> aus Berlin (aus Berlin) sind schon so lange im Gesch&#228;ft, dass ihre Konzerte von Teenagern jeden Alters besucht werden. In all den ganzen Jahren haben im Werk  von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CdY4WkslyOs">Belafarinrod</a> auch profunde Lebensweisheiten Niederschlag gefunden. Von den inzwischen zur Allgemeinbildung geh&#246;renden Erkenntnissen &#252;ber M&#228;nner (=&nbsp;Schweine) und Frauen (=&nbsp;Hauegernhaberinnen) abgesehen, zum Beispiel diese hier:</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">„So wie ich die Sache sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet und es leben nur noch die Idioten.“ (Anti-Zombie)</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Wenn man das erstmal kapiert hat, lebt es sich stressfreier: Die Leute, die einem immer wieder aufs Neue den Alltag schwer machen, sind halt doof und k&#246;nnen nichts daf&#252;r.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">„Du bist wirklich saudumm, darum geht&#8217;s Dir gut.“ (Schrei nach Liebe)</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Zu allem &#220;berfluss sind die Idioten auch noch mit sich und der Welt im Reinen. Pech gehabt, liebe Intellektuelle. Schlimmer noch: Ihr m&#252;sst Euch tagein, tagaus mit Fragen von Ethik, Moral und Niveau qu&#228;len anstatt gl&#252;cklich und zufrieden vor der Glotze vor Euch hin vegetieren zu d&#252;rfen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">„Herr Wachtmeister, sag ick, machense sich mal locker.“ (Richtig sch&#246;n evil)</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Diese sch&#246;ne Aufforderung ist nur bedingt konversationstauglich. Insbesondere als Beteiligter einer Verkehrskontrolle sollte der Wagenlenker sich derartige &#196;u&#223;erungen verkneifen. Lockermachen ist trotzdem eine gute Sache, nicht nur vor dem Sport.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">„Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es w&#228;re nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ (Deine Schuld)</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Die Botschaft  ist so deutlich, dass sie keiner weiteren Erl&#228;uterung bedarf. Menschen, die sich – getreu dem vorangegangenen Ratschlag – locker gemacht haben, verzichten insbesondere auf den Hinweis, dass es aus grammatikalischen Gr&#252;nden wohl „wenn sie so bliebe“ hei&#223;en m&#252;sste. Das ist dem – auf der selben Platte in Erscheinung tretenden – <em>Klugschei&#223;erman</em> und seinesgleichen vorbehalten.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">„Hip hip hurra, alles ist super, alles ist wunderbar.“ (Hurra)</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Bisher k&#246;nnte man meinen, zwischen den Zeilen sollte hier vermittelt werden, die Welt w&#228;re von verkrampften (3.) Faulpelzen (2.) und zufriedenen (4.) Idioten (5.)  bev&#246;lkert. Das stimmt nat&#252;rlich nicht. Es gibt sicher auch einige zufriedene Faulpelze und jede Menge verkrampfte Idioten. War nur Spa&#223;. In echt ist doch alles super, wenn nicht gar wunderbar.
</p></div>
</li>
</ul>
</div>
<p><strong>Wer diese Liste mochte, mag auch</strong>: <a href="http://topfives.org/2005/hamburger-weisheiten/">Hamburger Weisheiten</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vors&#228;tze f&#252;r das neue Jahr</title>
		<link>http://topfives.org/2007/vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/</link>
		<comments>http://topfives.org/2007/vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 13:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champagne Supernova (Best Of)]]></category>
		<category><![CDATA[Cigarettes & Alcohol]]></category>
		<category><![CDATA[Go Let It Out]]></category>
		<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

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		<description><![CDATA[Klassiche Vors&#228;tze zu Beginn eines neuen Jahrs sind: mehr Bewegung, weniger Essen, gar keine Zigaretten. Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt und werden daher immer unpopul&#228;rer. Dieser Beitrag gibt dem orientierungslosen Leser auf der Suche nach neuen Vors&#228;tzen praktische Lebenshilfe.




5. Mehr Gelassenheit wagen



Verkrampfte aller L&#228;nder, lasst Euch sagen: Gelassenheit ist gut f&#252;r uns alle. Entspannt ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klassiche Vors&#228;tze zu Beginn eines neuen Jahrs sind: mehr Bewegung, weniger Essen, gar keine Zigaretten. Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt und werden daher immer unpopul&#228;rer. Dieser Beitrag gibt dem orientierungslosen Leser auf der Suche nach neuen Vors&#228;tzen praktische Lebenshilfe.</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Mehr Gelassenheit wagen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Verkrampfte aller L&#228;nder, lasst Euch sagen: Gelassenheit ist gut f&#252;r uns alle. Entspannt lebt es sich einfach besser. Nachdem es in diesem Jahr gelungen ist, das Klima zu retten, haben wir schlie&#223;lich allen Grund, v&#246;llig unaufgeregt der Dinge zu harren, die da kommen. Wie das geht, habe ich unl&#228;ngst anhand einer unzustellbaren E-Mail erfahren. &#220;blicherweise bekommt man seine Nachricht in so einem Fall binnen Stunden zur&#252;ck, zusammen mit der Botschaft des Servers, er habe zwar alles gegeben, k&#246;nne die E-Mail aber beim besten Willen nicht im Zielpostfach platzieren. Ich hatte es in diesem Jahr mit einem Mailserver zu tun, der entweder ziemlich gr&#252;ndlich war oder nichts von Hektik hielt. Obwohl man sich an erheblich k&#252;rzere Laufzeiten gew&#246;hnt hat – im Jiddischen hei&#223;t E-Mail nicht ohne Grund <em>Blitzpost</em> – erreichte mich die Kunde von der Unzustellbarkeit meiner Nachricht erst sieben Wochen nach dem Abschicken. Das ist nicht nur die digitale Entsprechung der Postkarte, die ihren Empf&#228;nger erst nach Generationen erreicht, sondern auch ein Musterbeispiel der Gelassenheit.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Nichts &#252;bertreiben</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Auf Kundentoiletten wird man h&#228;ufig gebeten, diese so zu hinterlassen wie man sie vorgefunden hat. Man soll seinen Dreck selber wegmachen. Geschenkt. K&#252;rzlich entdeckte ich die Aufforderung, die Kundentoilette so zu verlassen, wie man sie gerne vorgefunden h&#228;tte. Das empfand ich angesichts des desolaten Zustands der R&#228;umlichkeiten als unangemessen. Umfangreiche Reinigungs- und Reparaturarbeiten fallen nicht in den Zust&#228;ndigkeitsbereich des Kunden. Dessen vorrangige Aufgabe ist es, Geld ins Gesch&#228;ft zu bringen. Auch bei ver&#228;nderter Erwartungshaltung seitens der Kaufleute sollte es bei dem Vorsatz bleiben, Reinigungsmittel und Werkzeug beim Einkaufsbummel zuhause lassen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Unterschiede akzeptieren</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Seit ich vor einigen Monaten ein MacBook erworben habe, werde ich gelegentlich auf diesen Computer angesprochen. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Gespr&#228;chsinhalte herauskristallisiert. W&#228;hrend Frauen verz&#252;ckt ausrufen: „Der ist aber niedlich!“, fragen M&#228;nner, was so ein Ding denn kostet (es ist also genau wie beim ersten Kind im Freundeskreis). Dass Frauen und M&#228;nner sich unterscheiden, hat sich bereits herumgesprochen. Nicht einmal diejenigen, an denen das in der Schule vorbeigegangen ist, m&#252;ssen dumm sterben. Der sogenannte Komiker Mario Barth etwa leistet unerm&#252;dliche Aufkl&#228;rungsarbeit. Unterschiede, darauf will ich hinaus, sind jedenfalls eine tolle Sache, nicht nur die zwischen Menschen mit Penis und Menschen ohne. Das Stichwort hei&#223;t Individualit&#228;t. Guter Vorsatz: Unterschiede akzeptieren.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Das Prinzip Freundlichkeit</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Dieser Gedanke f&#252;hrt fast automatisch zum Prinzip Freundlichkeit: Es lohnt sich, zu anderen nett zu sein. Das ist sch&#246;n, weil die anderen dann auch nett sind. Meistens – die &#252;brigen sind Arschl&#246;cher oder bemitleidenswert, oft sogar beides.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Ehrlichkeit</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Ehrlich w&#228;hrt am l&#228;ngsten, sagt der Volksmund zu Recht. Daraus ergibt sich folgende Erkenntnis: Ehrlich gesagt ist es ziemlich bescheuert, ausgerechnet zum Jahreswechsel Vors&#228;tze zu fassen.</p>
</div>
</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn einer einen Umzug tut</title>
		<link>http://topfives.org/2006/wenn-einer-einen-umzug-tut/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Nov 2006 15:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Go Let It Out]]></category>
		<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;nf Umzugsnotizen:




5. Improvisieren



In Medizinerkreisen hei&#223;t es, wer als Arzt im Laufe seines Berufslebens nicht mindestens einen Kunstfehlerprozess am Hals hatte, habe nicht ernsthaft praktiziert. &#196;hnliches gilt auch im Hand°werk, die alte Hobel-Sp&#228;ne-Geschichte. Schon vor Jahren verriet mir ein Autoschlosser, dass ein Minimum an Pfusch unvermeidbar sei („Wer noch nie gepfuscht hat, hat noch nie richtig ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;nf Umzugsnotizen:</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Improvisieren</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
In Medizinerkreisen hei&#223;t es, wer als Arzt im Laufe seines Berufslebens nicht mindestens einen Kunstfehlerprozess am Hals hatte, habe nicht ernsthaft praktiziert. &#196;hnliches gilt auch im Hand°werk, die alte Hobel-Sp&#228;ne-Geschichte. Schon vor Jahren verriet mir ein Autoschlosser, dass ein Minimum an Pfusch unvermeidbar sei („Wer noch nie gepfuscht hat, hat noch nie richtig gearbeitet.“). Recht hat er. Selbst das Verkaufspersonal im Baumarkt leistet seinen Beitrag: Nachdem ich klargemacht hatte, dass Zeit, Lust und Talent f&#252;r fachm&#228;nnisch korrekte Sch&#246;nheitsreparaturen fehlen, erkl&#228;rte mir ein Mitarbeiter schweren Herzens, aber erstaunlich fachkundig, wie ich am besten vorgehen sollte, um die gravierendsten M&#228;ngel der an den Vermieter zu &#252;bergebenden Wohnung „schnell und schmutzig“ zu beseitigen. Hat bestens geklappt.<br />
Wenn man den Pfusch als Improvisation bezeichnet, ist gleich auch der negative Beigeschmack verschwunden. Improvisationstalent war nat&#252;rlich auch in der neuen Wohnung gefragt: Obwohl zahlreiche andere M&#246;bel noch der Montage harrten, gab das Bett, das zuvor lediglich &#228;chzte wie eine angehende Ex-Katze, seinen Geist auf und brach in sich zusammen. Nur der Improvisation und dem Akkuschrauber, den Gott gl&#252;cklicherweise am achten oder neunten Tag schuf, ist es zu verdanken, dass das Teil binnen einer Drittelstunde wieder auf eigenen Beinen stand. </p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Berg- und Talfahrt</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Mit diesem Berg tut sich der Umzugslaster aber ganz sch&#246;n schwer, dachte ich w&#228;hrend des M&#246;beltransports. Erstaunlich auch, dass der 7,5-Tonner bergauf performte wie Michael Rasmussen in den Pyren&#228;en, bergab jedoch wie Erik Zabel mit angezogener Bremse. Dass sich diese Probleme mitten in der Nacht einstellten, machte sie nicht gerade angenehmer. Gl&#252;cklicherweise lag eine Tankstelle in Rollweite. Wir hatten es mit einem Best Case Scenario zu tun, nach einem ordentlichen Schluck Diesel war der Wagen wieder flott. Offenbar war der nur noch achtelvolle Tank einfach nicht f&#252;r &#252;berm&#228;&#223;ige Berg- und Talfahrten konstruiert. H&#228;tte man mir ruhig vorher sagen k&#246;nnen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">LIFO live</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Die Informatiker nennen das Prinzip abgek&#252;rzt LIFO: Last in, first out, anders kriegt man seinen Kram aus dem Umzugslaster nicht heraus. Wie sch&#246;n, das mal live, in Farbe und mit anschlie&#223;endem Muskelkater erleben zu d&#252;rfen. Angeblich funktionieren viele Dinge des t&#228;glichen Lebens auch nach dem LIFO-Prinzip, Fahrst&#252;hle mit nur einer T&#252;r etwa. Leider hat sich das noch nicht bis zu allen Liftbenutzern herumgesprochen. Vor allem technophobe Frauenspersonen neigen dazu, im Fahrstuhl f&#252;r sich das FIFO-Prinzip zu beanspruchen ‚&#196;ì auch wenn alle Leute in der gleichen Etage aussteigen. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Eine Alternative zum Fernsehprogramm sein</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Es ist beruhigend zu wissen, dass die Leute nicht den ganzen Tag vor der Glotze h&#228;ngen und verbl&#246;den. Sobald es drau&#223;en was zu gucken gibt, sind jedenfalls alle Balkone besetzt. Schon das morgendliche Umsetzen der Falschparker im Umzugs-Halteverbot vor der alten Wohnung war ein regelrechter Publikumsmagnet. Der wahre H&#246;hepunkt trug sich jedoch erst in der Nacht zu: Das sensationelle n&#228;chtliche R&#252;ckw&#228;rtseinparken eines Mercedes Atego 815 mit gef&#252;hlten 20 Metern Radstand (tats&#228;chlich sind es nur 6,30 Meter) erregte vermutlich mehr Aufsehen als die regelm&#228;&#223;ig stattfindende Stuntshow auf dem Supermarktparkplatz in den Nachbarschaft. Besonderer Kitzel: Der Steuermann f&#228;hrt normalerweise ein Auto, das in dem Umzugslaster Platz h&#228;tte. An der Einfahrt ist zudem ein Schild angebracht, auf dem steht „Optimiert f&#252;r VW K&#228;fer“.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Unkenntnis</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
An einem der ersten Tage in der neuen Wohnung stand ich auf dem Balkon. Eine &#228;ltere Dame war auf dem in Sichtweite verlaufenden Gehsteig unterwegs, hielt aber pl&#246;tzlich inne und rief mir irritiert zu: „Ich kenne Sie nicht!“ Was nun, dachte ich bei mir. Sollte ich ihr verbal den digitus impudicus zeigen und „Ich Sie auch nicht.“ antworten? Nein, ich bin ja <strike>feige</strike> nett. „Guten Tag, ich bin Herr Niemeyer.“ Das war ihr offenbar genehm. Ihr Reaktion war jedenfalls ein erleichtertes: „Ach, Du bist‘s. Dann ist ja gut!“</p>
</div>
</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dialogbausteine f&#252;r Krimis</title>
		<link>http://topfives.org/2006/dialogbausteine-fur-krimis/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2006 11:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champagne Supernova (Best Of)]]></category>
		<category><![CDATA[Do You Know What I Mean]]></category>
		<category><![CDATA[The Girl In The Dirty Shirt]]></category>
		<category><![CDATA[Film und Fernsehen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.topfives.org/2006/dialogbausteine-fur-krimis/</guid>
		<description><![CDATA[Der TV-Ermittler Gunvald Larsson gibt seinem Chef schon mal die Worte &#8220;Geh ein bisschen spielen!&#8221; mit auf den Weg, um mit einem &#8211; noch &#8211; unkooperativen Zeugen alleine zu sein. Regelm&#228;&#223;ige Zuschauer der Beck-Reihe m&#246;gen Gunvalds anschlie&#223;end zu bewundernde Verh&#246;rmethoden sehr, sie haben schlie&#223;lich einen besonderen Unterhaltungswert. Viele Krimis sind einfacher gestrickt und folgen einem ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der TV-Ermittler Gunvald Larsson gibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommissar_Beck">seinem Chef</a> schon mal die Worte &#8220;Geh ein bisschen spielen!&#8221; mit auf den Weg, um mit einem &#8211; noch &#8211; unkooperativen Zeugen alleine zu sein. Regelm&#228;&#223;ige Zuschauer der Beck-Reihe m&#246;gen Gunvalds anschlie&#223;end zu bewundernde Verh&#246;rmethoden sehr, sie haben schlie&#223;lich einen besonderen Unterhaltungswert. Viele Krimis sind einfacher gestrickt und folgen einem simplen Muster. Insbesondere die Gespr&#228;che der zentralen Figuren scheinen aus dem Dialogbaukasten zu stammen. Besonders beliebte &#196;u&#223;erungen, chronologisch geordnet:</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Assistent: &#8220;Ich habe Spuren von gewaltsamem Eindringen gefunden.&#8221;</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Gewaltsames Eindringen geht immer. Hat der Kommissar einen Raubmord in der Industriellenvilla zu untersuchen, liefert einer der Spurensicherer ihm diese Information gleich am Tatort. Und auch wenn ein Sexualdelikt an einer knackigen Studentin aufzukl&#228;ren ist, kommen die Spuren des gewaltsamen Eindringens sp&#228;testens beim obligatorischen Gespr&#228;ch zwischen Ermittler und Pathologen auf den Tisch, meist sogar im Wortsinn.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Zeuge: &#8220;Sie war&#8217;s, sie war&#8217;s.&#8221;</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Ein Klassiker seit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Life_of_Brian">rund 2000 Jahren</a>. Zeugen m&#252;ssen schlie&#223;lich ihre Beobachtungen und Vermutungen loswerden. Wird teilweise auch zur Verwirrung von Kommissar und Zuschauer eingesetzt, wenn der Zeuge seine Aussage spontan &#228;ndert (&#8220;er war&#8217;s, er war&#8217;s&#8221;).</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Verd&#228;chtiger: &#8220;Du hast es nicht anders verdient!&#8221;</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Geh&#246;rt eigentlich an den Beginn der Handlung, aber der Regisseur l&#228;sst die Zuschauer mitr&#228;tseln. Deshalb baut er diese Szene als R&#252;ckblende mitten in den Film. Der Verd&#228;chtige und das Opfer stehen sich gegen&#252;ber, der eine ver&#228;ngstigt, der andere wutentbrannt mit einem Spaten in der Hand. Nat&#252;rlich war der Typ mit dem Spaten es hinterher doch nicht, sonst w&#228;re ja die Spannung weg.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Ermittler: &#8220;Dann wollen wir dem Herrn mal einen Besuch abstatten.&#8221;</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Kurz vor Abschluss der Ermittlungen ist es an der Zeit f&#252;r die Konfrontation von Ermittler und T&#228;ter. Der Hinweis auf das bevorstehende Gespr&#228;ch mit dem T&#228;ter f&#252;hrt dem Zuschauer erneut einige wichtige Details vor Augen: Auch wenn so ein Fernsehkommissar st&#228;ndig irgendwelchen Leuten Besuche abstattet, muss der, der so deutlich angek&#252;ndigt wird, wohl wichtig sein, also aufwachen! Zudem ist dies die Gelegenheit, noch einmal den Charakter des Ermittlers zu unterstreichen, man achte auf seinen Tonfall. Der knallharte Kommissar sagt es &#252;berlegen-s&#252;ffisant und demonstriert seine Entschlossenheit im Kampf gegen das Verbrechen. Der gem&#252;tliche deutet nur sachlich an, dass sein Assistent nun den Wagen holen k&#246;nnte. Und der trottelige freut sich, dass er nochmal aus dem Revier rauskommt, bevor der den l&#228;stigen Bericht schreiben muss.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">T&#228;ter: &#8220;Seit wann wissen Sie es?&#8221;</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Im Strafprozess hat der Angeklagte das letzte Wort, im Krimi nur das vorletzte. Der &#220;berf&#252;hrte will f&#252;r‘s n&#228;chste Mal wissen, was er anders machen muss, um nicht wieder &#252;berf&#252;hrt zu werden. Wie der Kommissar es letztlich rausgekriegt hat, ist beinahe eine eigene Liste wert. Der Klassiker: &#8220;Seit wir die Tatwaffe bei Ihnen gefunden haben&#8221;, neuerdings gerne auch: &#8220;Seit wird Ihnen heimlich eine DNA-Probe abgeluchst haben.&#8221; Der &#252;berlegen-s&#252;ffisante Ermittler l&#228;sst sich mit Vorliebe zu einem Bekenntnis wie &#8220;Seit unserer ersten Begegnung, ich habe Ihre Angst gerochen&#8221; hinrei&#223;en. Von h&#246;herem Unterhaltungswert sind die exakten Beobachter unter den Kommissaren, die merken es an den abgefahrensten Details, etwa am Akzent, den der T&#228;ter so m&#252;hsam unterdr&#252;ckt oder an dessen Art, sich durchs Haar zu fahren. Leider lautet die Antwort nie: &#8220;War nur geraten.&#8221;</p>
</div>
</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was man nach der WM nicht vermissen muss</title>
		<link>http://topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jun 2006 14:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Street Fighting Man]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dauert nicht mehr lange und sie ist endlich zu Gast bei ihren Freunden, die Welt. Zum Gl&#252;ck, denn dann sind es nur noch ein paar Wochen, bevor der Spuk vorbei ist. Goleo und der bekloppte Ball werden in Rente, England wird Weltmeister geworden und der Fu&#223;ball-Hype vorbei sein. Wie bei allen gro&#223;en Sportturnieren ist ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es dauert nicht mehr lange und sie ist endlich zu Gast bei ihren Freunden, die Welt. Zum Gl&#252;ck, denn dann sind es nur noch ein paar Wochen, bevor der Spuk vorbei ist. Goleo und der bekloppte Ball werden in Rente, <a href="http://imaginary-animals.com/2006/05/09/spoiler-alarm-/">England wird Weltmeister geworden</a> und der Fu&#223;ball-Hype vorbei sein. Wie bei allen gro&#223;en Sportturnieren ist davon auszugehen, dass die Zuschauer den Mannschaften die Daumen dr&#252;cken, die Spannung in der Verl&#228;ngerung oder beim Elfmeterschie&#223;en kaum ertragen k&#246;nnen, sich mit den Siegern freuen und tragische Niederlagen bedauern werden. Deshalb ist <a href="http://www.fussball-ist-immer-noch-wichtig.de/">Fu&#223;ball immer noch wichtig</a>, aber seien wir doch ehrlich: Inzwischen nervt die allgegenw&#228;rtige Vorfreude doch ein wenig. F&#252;nf Dinge, die man nach der Weltmeisterschaft nicht vermissen muss:</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Fahnen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
St&#228;ndig begegnen einem als Verkehrsteilnehmer momentan beflaggte Autos. Man k&#246;nnte fast glauben, in der ganzen Republik f&#228;nde irgendein Gipfeltreffen statt. Aber weshalb sollten Diplomaten und Staatsm&#228;nner ihre dunklen Limousinen gegen rostige Kleinwagen und Handwerkerbullis eingetauscht haben? Haben sie nat&#252;rlich nicht, es sind Fu&#223;ballfans, die Flagge zeigen. Nach der WM haben sie ausgedient und kommen in den Keller (die Fahnen). Weil &#252;berm&#228;&#223;ige Beflaggung in Deutschland seit gut sechzig Jahren nicht besonders popul&#228;r ist, wird sie niemand vermissen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Countdowns</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Schuld an der Fahnenverbreitung ist der Einzelhandel, der sich in Sachen WM ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert. Weiteres Beispiel: Elektrische Countdowns wo man hinsieht. Ein Countdown in der Getr&#228;nkeabteilung, einer bei den S&#252;&#223;igkeiten, Countdowns hier, Countdowns da, Countdowns &#252;berall. Leute, so eine Weltmeisterschaft ist kein Raketenstart! Weg mit den Teilen, den 9. Juni kann man sich auch so merken.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Fu&#223;ballprodukte, weit hergeholte</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Wer hat verlangt, seinen <em>Halbzeit-Hunger</em> mit <em>Weltmeister-Wurst</em> und seinen <em>Dribbel-Durst</em> mit einem Getr&#228;nk aus der <em>Fan-Flasche</em> stillen zu k&#246;nnen? Niemand? Eben.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Wildcard</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
&lt;insert your personal &#196;rgernis here&gt;</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Die FIFA</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Den Weltfu&#223;ballverband muss man auch nicht vermissen. Die Truppe hat schlie&#223;lich kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sich unbeliebt zu machen. Nein, keine Klagen &#252;ber Hyundai-Aufkleber an Mercedes-Bussen, aber man denke bitte an die unm&#246;gliche Vergabepraxis f&#252;r Eintrittskarten, den Versuch der &#8211; vorsichtig formuliert &#8211; total bescheuerten <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=592">Sprachregelung</a> und die Drohgeb&#228;rden gegen&#252;ber Kiosken in Stadionn&#228;he, die es wagen, Produkte zu bewerben, die nicht von offiziellen Werbepartnern hergestellt werden. Gut, dass die Herrschaften bald woanders ihr Unwesen treiben.</p>
</div>
</li>
</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Gr&#252;nde, fr&#252;h aufzustehen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2006 18:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt gute Gr&#252;nde, fr&#252;h aufzustehen. Immer wieder sind Leute zu beobachten, die morgens um halb sieben freiwillig den B&#252;rgersteig vor ihrem Haus fegen und anschlie&#223;end den Wagen waschen. Das sind schon mal zwei handfeste Gr&#252;nde, fr&#252;h aufzustehen ‚&#196;ì jedenfalls f&#252;r Leute, die au&#223;er einem Besen und einem Auto auch Schlafst&#246;rungen haben. Allen anderen seien ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt gute Gr&#252;nde, fr&#252;h aufzustehen. Immer wieder sind Leute zu beobachten, die morgens um halb sieben freiwillig den B&#252;rgersteig vor ihrem Haus fegen und anschlie&#223;end den <a href="http://nichtwichtig.jcniemeyer.de/2005/09/07/mein-weltbild-fragmente-davon/">Wagen waschen</a>. Das sind schon mal zwei handfeste Gr&#252;nde, fr&#252;h aufzustehen ‚&#196;ì jedenfalls f&#252;r Leute, die au&#223;er einem Besen und einem Auto auch Schlafst&#246;rungen haben. Allen anderen seien die folgenden f&#252;nf Motive genannt. Zwangslagen wie der Beginn von Arbeit, Vorlesung oder Unterricht bleiben au&#223;en vor.</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">a) Gassi gehen / b) Kinderprogramm</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Der Hund ist des Menschen bester Freund. Au&#223;erdem wei&#223; er Spazierg&#228;nge mit Herrchen oder Frauchen sehr zu sch&#228;tzen. Was gibt es sch&#246;neres, als bei Einsetzen der Morgend&#228;mmerung den Hund an die frische Luft zu lassen?</p>
<p>Der Autor dieser Zeilen ist kinderlos. Ihm kam aber zu Ohren, dass Kinder &#228;hnlich begeistert davon sind, Mama und Papa schon fr&#252;hmorgens f&#252;r sich einzunehmen. Vor allem an Sonn- und Feiertagen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Erwachen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Nicht nur das Erwachen der Stadt am Vormittag hat seinen Reiz, wenn Banken und Gesch&#228;fte &#246;ffnen und die Gastronomie langsam warml&#228;uft. Auch das Erwachen der Natur am fr&#252;hen Morgen ist ein Schauspiel, an das man sich gew&#246;hnen kann: Der Morgennebel lichtet sich, die Sonne l&#228;sst sich blicken, die Luft f&#252;hlt sich noch frisch und unverbraucht an. Und man hat das alles f&#252;r sich, weil der Rest der Bev&#246;lkerung noch in den Federn liegt.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Vogelzwitschern</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Der fr&#252;he Vogel f&#228;ngt nicht nur den Wurm. Nein, er zwitschert auch so sch&#246;n, dass man ihm dabei gerne zuh&#246;rt.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Zeitung</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Nachdem man sich morgens im Radio einen &#220;berblick &#252;ber die Nachrichtenlage verschafft hat, ist es ein gro&#223;er Luxus, sich eine halbe Stunde oder l&#228;nger mit der Tageszeitung zur&#252;ckziehen zu k&#246;nnen. Wo sonst gibt es ausf&#252;hrliche Informationen zum politischen Geschehen, Standpunkte zu brennenden <del datetime="2006-02-27T18:49:04+00:00">Flaggen</del> Themen, relevantes aus der Medienwelt sowie im Idealfall lesbares Edelfederngeschreibsel und eine knackige dritte Seite?</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Dem Karneval entfliehen</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p>
Die Rheinl&#228;nder sind eine bemitleidenswerte Volksgruppe. W&#228;hrend der g&#228;ngigen vier Jahreszeiten leiden die Menschen zwischen K&#246;ln und Mainz offenbar unter g&#228;hnender Langeweile. Anders ist es nicht zu erkl&#228;ren, dass sie eine f&#252;nfte Jahreszeit erfunden haben, den Karneval. Das Brauchtum verlangt, dass sie nun fr&#246;hlich und ausgelassen sind. Wie das aussieht, kann man rund um den Rosenmontag im Fernsehen betrachten: Junge, alte und scheintote Leute scheitern beim Versuch, sich originell zu verkleiden und bem&#252;hen sich nach Kr&#228;ften, der Lustigkeitsanordnung Folge zu leisten. „Da simmer dabei, das ist prima“, reden sie sich ein. Der Unterhaltungswert der Karnevals- und Fastnachts-Sitzungen, in denen die Rheinl&#228;nder sich das vorf&#252;hren lassen, was sie f&#252;r Humor halten, rangiert irgendwo zwischen „Sieben Tage, sieben K&#246;pfe“ und Sabine Christiansen. Der tolerante Mensch l&#228;sst sie nat&#252;rlich gew&#228;hren. Wer aber in einer Hochburg zuhause ist, dem ist es nicht zu verdenken, wenn er am Tag des Karnevalsumzugs morgens um vier seine Koffer packt und flieht. Weit weg, vielleicht nach Rio.</p>
</div>
</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hamburger Weisheiten</title>
		<link>http://topfives.org/2005/hamburger-weisheiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2005 10:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champagne Supernova (Best Of)]]></category>
		<category><![CDATA[Rock'n'Roll Star]]></category>
		<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

		<guid isPermaLink="false"></guid>
		<description><![CDATA[

Die Indiepopper Kettcar machen tolle Musik, klar, und in den Texten der Hamburger steckt auch einiges drin ‚&#196;ì unter anderem diese f&#252;nf universellen Weisheiten.




5. Nur weil man sich so dran gew&#246;hnt hat, ist es nicht normal.


 Man vergesse nie, dass gerade das scheinbar Allt&#228;gliche durchaus etwas Besonderes und auch wertvoll sein kann. Das Spektrum reicht ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jcniemeyer.de/wp-content/kettcar-1.jpg" rel="lightbox"><img src="http://nichtwichtig.jcniemeyer.de/wp-content/kettcar.jpg" alt="Kettcar - Foto: JC Niemeyer" /></a></p>
<div class="clear"></div>
<p>Die Indiepopper <a href="http://www.kettcar.net/">Kettcar</a> machen tolle Musik, klar, und in den Texten der Hamburger steckt auch einiges drin ‚&#196;ì unter anderem diese f&#252;nf universellen Weisheiten.</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text"><a href="http://www.kettcar.net/kettcar_musik_deiche.html">Nur weil man sich so dran gew&#246;hnt hat, ist es nicht normal</a>.</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Man vergesse nie, dass gerade das scheinbar Allt&#228;gliche durchaus etwas Besonderes und auch wertvoll sein kann. Das Spektrum reicht von der gl&#252;cklichen Beziehung &#252;ber die funktionierende Demokratie bis zu sauberem Trinkwasser. Und noch viel weiter, wenn man will.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text"><a href="http://www.kettcar.net/kettcar_musik_ichdankederacademy.html">Solang die dicke Frau noch singt ist die Oper nicht zu Ende</a>.</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Von der hohen Kunst, das Offensichtliche als Erkenntnis zu verkaufen, lebt die Beraterbranche sehr gut. Kostenlos in die Welt getragen, mit Edding auf W&#228;nde gehauen oder einfach gesungen ist so eine Weisheit nat&#252;rlich viel sympathischer als in einem Expertengutachten. Wenn sie dann auch noch als wichtigste Regel f&#252;r unerfahrene Opern<del datetime="2005-11-15T10:03:23-01:00">s</del>g&#228;nger zu gebrauchen ist, ist ihr Platz vier dieser Liste sicher.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text"><a href="http://www.kettcar.net/kettcar_musik_imtaxiweinen.html">Das Gegenteil von gut ist gut gemeint</a>.</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Zur Demokratisierung eines Landes einen Krieg f&#252;hren, der den Einwohnern Angst, Schrecken und vielfach den Tod bringt, ist niemals gut ‚&#196;ì daran ist nichts zu drehen, selbst wenn er aus Sicht der kriegsf&#252;hrenden Parteien noch so gut gemeint sein mag. Diese praktische Weisheit funktioniert auch ein paar Spielklassen tiefer: Was hilft es, wenn die Handwerker es bei der Renovierung zwar gut gemeint haben, Dein Haus aber anschlie&#223;end wegen Einsturzgefahr unbewohnbar ist? Genauso, wenn jemand was leckeres kochen will, es aber schei&#223;e schmeckt.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text"><a href="http://www.kettcar.net/kettcar_musik_deiche.html">Deiche brechen richtig ‚&#196;ì oder eben nicht</a>.</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Manchmal gibt es keine Stufen zwischen Schwarz und Wei&#223;. Auf dem Standesamt kann man <em>ja</em> oder <em>nein</em> sagen, <em>vielleicht</em> l&#228;sst der Standesbeamte nicht durchgehen. Auch ist eine Frau niemals nur ein bisschen schwanger. Sie ist schwanger oder nicht. Genauso ist das auch mit den Deichen: Die brechen, oder eben nicht.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text"><a href="http://www.kettcar.net/kettcar_musik_balu.html">Frieden ist wenn alle gleich sind</a>.</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Die <a href="http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gg/art_3.html">Gleichheit</a> der Menschen ist echt wichtig, <a href="http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gg/art_26.html">Frieden</a> auch, steht beides sogar im Grundgesetz. In dem Lied <em>Balu</em> sind &#252;brigens noch mehr tolle Sachen drin, beispielsweise der 1A-Ratschlag:</p>
<blockquote><p> Vergiss Romeo und Julia. Wann gibt‘s Abendbrot?<br /> Willst Du wirklich tauschen? Am Ende waren sie tot. </p>
</blockquote>
</div>
</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gr&#252;nde, nach London zu reisen</title>
		<link>http://topfives.org/2005/london/</link>
		<comments>http://topfives.org/2005/london/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2005 13:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champagne Supernova (Best Of)]]></category>
		<category><![CDATA[Go Let It Out]]></category>

		<guid isPermaLink="false"></guid>
		<description><![CDATA[Konstantin Binder bezeichnet London in seinem empfehlenswerten London Leben als „gro&#223;artigste Stadt der Welt“. Damit k&#246;nnte er Recht haben. F&#252;nf Gr&#252;nde, nach London zu reisen:




5. Jetzt erst recht


 Terroristen sind unberechenbar. Dass es jetzt die britische Hauptstadt, vielmehr: mindestens 39 50 unschuldige Menschen, die sich dort aufhielten, erwischt hat, ist kein Zufall. Aber bitte stets ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konstantin Binder bezeichnet London in seinem empfehlenswerten <a href="http://www.londonleben.co.uk/london_leben/">London Leben</a> als „gro&#223;artigste Stadt der Welt“. Damit k&#246;nnte er Recht haben. F&#252;nf Gr&#252;nde, nach <a href="http://www.jcniemeyer.de/2004/08/27/london-schwarzweis/">London</a> zu reisen:</p>
<div class="list">
<ul>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Jetzt erst recht</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Terroristen sind unberechenbar. Dass es jetzt die britische Hauptstadt, vielmehr: mindestens <del datetime="2005-07-08T14:04:53-02:00">39</del> 50 unschuldige Menschen, die sich dort aufhielten, erwischt hat, ist kein Zufall. Aber bitte stets im Hinterkopf behalten: Terroristen sind in der Lage, &#252;berall Angst und Schrecken zu verbreiten. Man kann sich seines Lebens an keinem Ort auf der Welt sicher sein und darf aus solchen Anschl&#228;gen au&#223;er einer erh&#246;hten Wachsamkeit keine weiteren Konsequenzen f&#252;r das pers&#246;nliche Verhalten ziehen.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Die Tube</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Bei allem Respekt vor den Opfern des Bombenanschlags im System der Londoner U-Bahn: Dieses klapprige, unzuverl&#228;ssige, im Sommer bisweilen unertr&#228;glich hei&#223;e Massenverkehrsmittel, sucht seinesgleichen. Die Tube ist einzigartig &#8211; trotz oder gerade wegen ihrer zahlreichen Unzul&#228;nglichkeiten.</p>
</div>
</li>
<li>
<div class="list-item-title">
<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Shopping</span></strong></p>
</div>
<div class="list-item-text">
<p> Eine Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und sonstigen lebenswichtigen Kleinigkeiten ist dank der zahlreichen kleinen L&#228;den, die mehr oder weniger immer ge&#246;ffnet sind, sowieso gew&#228;hrleistet. Die namhaften Kaufh&#228;user kann man auch links liegen lassen, wenn man nicht gerade &#252;ppigst Zeit hat. Daf&#252;r bitte massenweise B&#252;cher von Nick Hornby und Ben Elton kaufen und dann ab in die kleinen Fachgesch&#228;fte! Davon gibt es viele &#8211; solche, die nur mit Elektrospielzeug handeln genauso wie solche, die nur gebl&#252;mte Lampenschirme, Stoffe und sonstige Einrichtungsaccessoires verkaufen. Ebenfalls sehr beliebt: L&#228;den, die nur Regale und Kartons f&#252;hren, und Gesch&#228;fte, die Stoffe, Lampenschirme und Dekorationskl&#252;ngel haben, kariert. Zur Abwechslung kann man auch Gesch&#228;fte aufsuchen, die nichts au&#223;er Seife verkaufen, oder welche, die Sch&#246;nes f&#252;r die Wohnung im Sortiment haben, aber nur mit Streifenmuster.</p>
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<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Atmosph&#228;re</span></strong></p>
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<p> Diese Stadt hat Atmosph&#228;re. Die Londoner Mischung aus modernster Architektur, kleinen, bisweilen etwas sch&#228;big anmutenden Backsteinh&#228;usern und schicken Altbauten, ist die ideale Kulisse f&#252;r tolle Erinnerungen. Wenn man nur will, dann mag man diese Stadt bei jedem Wetter &#8211; am liebsten nat&#252;rlich bei strahlendem Sonnenschein, denn dann kann man dem Trubel auf den Stra&#223;en entfliehen und sich f&#252;r ein oder mehrere St&#252;ndchen auf eine Gr&#252;nfl&#228;che zur&#252;ckziehen. Achtung, zur Mittagszeit kann es dort eng werden.</p>
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<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Sandwiches</span></strong></p>
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<p> Was gibt es sch&#246;neres, als in einer pulsierenden Stadt am Stra&#223;enrand zu sitzen und neben sich einen netten Menschen zu haben, mit dem man gemeinsam Schinken-Ei-Sandwiches aus dem Supermarkt verzehrt? Dazu ein Pint Vollmilch aus der Plastikflasche und der Tag ist Dein Freund.</p>
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		<title>H&#228;ndlertypen auf dem Flohmarkt</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2005 22:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JC Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[The Importance Of Being Idle]]></category>

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		<description><![CDATA[Handelsplattformen im Internet erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, die Ebayisierung der modernen Gesellschaft hat das Niedrigpreis- und Tr&#246;delsegment aber noch nicht v&#246;llig verdr&#228;ngt. F&#252;nf typische Flohmarkth&#228;ndler:




5. Profis


 Ab einer bestimmten Gr&#246;&#223;e findet man auf einem Flohmarkt auch professionelle H&#228;ndler. Bei ihnen kriegt man alles, was die billig einkaufen k&#246;nnen. Ihr Angebot reicht von Esoterikerbedarf wie R&#228;ucherst&#228;bchen ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Handelsplattformen im Internet erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, die Ebayisierung der modernen Gesellschaft hat das Niedrigpreis- und Tr&#246;delsegment aber noch nicht v&#246;llig verdr&#228;ngt. F&#252;nf typische Flohmarkth&#228;ndler:</p>
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<p><strong><span class="num">5.</span> <span class="text">Profis</span></strong></p>
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<p> Ab einer bestimmten Gr&#246;&#223;e findet man auf einem Flohmarkt auch <em>professionelle H&#228;ndler</em>. Bei ihnen kriegt man alles, was die billig einkaufen k&#246;nnen. Ihr Angebot reicht von Esoterikerbedarf wie R&#228;ucherst&#228;bchen und Gl&#252;ckssteinen &#252;ber Kleidung und billige Haushaltsartikel bis zu fast abgelaufenen Lebensmitteln und Obst, das am Vortag auf dem Wochenmarkt &#252;brig geblieben ist. Wenn man Pech hat, befinden sich auf einem Markt mehr Profis als Privatanbieter. Wenn man Gl&#252;ck hat, handeln wenigstens einige der Profis mit Gebrauchtartikeln, die man woanders nicht mehr oder nicht so billig bekommt. Dazu z&#228;hlen dann Schallplatten, vergriffene CDs und antiquarische B&#252;cher, aber auch altes Werkzeug oder T&#252;rklinken, die zu den anderen im eigenen Altbau passen.</p>
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<p><strong><span class="num">4.</span> <span class="text">Wohnungsaufl&#246;ser</span></strong></p>
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<p> <em>Wohnungsaufl&#246;ser </em>r&#228;umen im Auftrag der Hinterbliebenen die Wohnungen Verstorbener aus oder kaufen alten Hausrat kubikmeterweise bei Auktionen auf und werfen alles, was nicht besonders wertvoll zu sein scheint, in Umzugskisten. Der Flohmarktstand ist eine Ansammlung zahlreicher entsprechend mit Ger&#252;mpel bef&#252;llter Kisten, in denen die Kaufinteressenten dann nach interessanten St&#252;cken w&#252;hlen. Wer etwas gefunden hat, fragt den H&#228;ndler nach dem Preis, der sich dann spontan eine utopische Summe ausdenkt. Letztlich wechselt die Ware zu einem &#8211; vom Verhandlungeschick des K&#228;ufers abh&#228;ngigen &#8211; Bruchteil des zun&#228;chst genannten Phantasiebetrags den Besitzer oder landet wieder in einer Kiste.</p>
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<p><strong><span class="num">3.</span> <span class="text">Antiquit&#228;tenh&#228;ndler</span></strong></p>
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<p> Es gibt zwei Sorten von <em>Antiquit&#228;tenh&#228;ndlern</em>. Die einen haben ein Ladengesch&#228;ft und zeigen auf Flohm&#228;rkten eine Auswahl immer gefragter M&#246;bel. Zu ihrem Sortiment z&#228;hlen sauber aufgearbeitete Kommoden und Schr&#228;nke. Die anderen bezeichnen die von ihnen angebotene Ware unabh&#228;ngig vom tats&#228;chlichen Wert als Antiquit&#228;ten. B&#246;se M&#252;nder w&#252;rden die Produkte m&#246;glicherweise auch als Schrott titulieren. Ein Teil des Angebots dieser Wochenendanbieter d&#252;rften die mutma&#223;lich besseren St&#252;cke aus Wohnungsaufl&#246;sungen sein.</p>
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<p><strong><span class="num">2.</span> <span class="text">Die breite Masse</span></strong></p>
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<p> Das Fundament jedes Flohmarkts sind die zahlreichen St&#228;nde, an denen Privatleute das flohmarkttypische Mischsortiment anbieten, das aus getragener Kleidung, alten CDs und Videos, ausgedienten Elektroger&#228;ten sowie sonstigem Kl&#252;ngel besteht. Diese Herrschaften kommen mit derselben Ware Woche f&#252;r Woche wieder, um ihr Gl&#252;ck zu versuchen. H&#228;tten sie nicht so weltfremde Preisvorstellungen, k&#246;nnten sie einige ihrer Sachen vielleicht auch verkaufen.</p>
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<p><strong><span class="num">1.</span> <span class="text">Perlen</span></strong></p>
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<p> Der Weg zum Flohmarkt lohnt sich vor allem f&#252;r die <em>Perlen</em>, also diejenigen Privatanbieter, die ihre Kunden nicht mit Floskeln wie „damals habe ich … bezahlt“ und „daf&#252;r muss ich … haben“ verschrecken. Sie sind gerade umgezogen, werden bald umziehen oder haben ausgemistet und wollen den &#252;berz&#228;hligen Hausrat loswerden. Bei diesen Leuten kann man zu fairen Preisen sch&#246;ne Dinge finden, vor allem Einrichtungsgegenst&#228;nde, B&#252;cher, Kinderkleidung und Spielzeug.</p>
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