Top Fives » JC Niemeyer http://topfives.org »So you've got a list here of 5 things you'd do if qualifications and time and history and salary were no object.« Sat, 10 Apr 2010 05:42:39 +0000 en hourly 1 Angewohnheiten von Paketzustellern http://topfives.org/2009/angewohnheiten-von-paketzustellern/ http://topfives.org/2009/angewohnheiten-von-paketzustellern/#comments Fri, 18 Sep 2009 09:00:41 +0000 JC Niemeyer http://topfives.org/?p=640 Manchmal sprudelt man förmlich über vor Ideen für Toplisten, merkt aber doch bald, dass man sie aus Gründen des Geschmacks oder der Realität nicht vollkriegt. Top 5 Naturkatastrophen etwa scheiden aus, weil wir hier nicht im Privatfernsehen sind. Die Liste Top 5 niedliche Kätzchen muss ausfallen, weil der Autor sich einfach nicht entscheiden kann, es sind ja ausnahmslos alle Kätzchen niedlich, siehe: Internet. Dass wir auf Top 5 politische Parteien vorläufig vergeblich warten müssen, kann auch jeder nachvollziehen, der den Wahlkampf beobachtet.

Darum will der Autor sich heute mit besonders tollen Eigenschaften und Fähigkeiten von Paketzustellern befassen.

  • 5. Unversehrte Sendung pünktlich übergeben

    Kardinaltugend, die der sympathische Zusteller als Repräsentant des modernen Dienstleistungsunternehmens täglich vielfach praktizieren kann.

  • 4. Beruflichen und privaten Stress nicht am Sendungsempfänger auslassen

    Weil der dafür ja meistens nichts kann.

  • 3. Treppensteigen

    Wer schon mal oberhalb des Erdgeschosses gewohnt und auf Pakete gewartet hat, weiß, warum diese Angewohnheit lobend hervorzuheben ist.

  • 2. Klingelknopf drücken

    Gerade die sichere Beherrschung der Basics des Zustellwesens kann man nicht laut genug preisen. Schon hierdurch kann sich die Zustellperson positiv von anderen ihrer Art abheben.

  • 1. Bulli anhalten

    Die armen Schweine, die zu Hungerlöhnen als Subunternehmer mit ihren Privatfahrzeugen Sendungen ausliefern, beherrschen diese Disziplin tadellos. Bei den anderen glaubt man manchmal, ein wenig Training im Bremsen könnte nicht schaden – selbst wenn darunter die Fähigkeit litte, Benachrichtigungskärtchen auf dem Postweg zu verschicken.

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Weisheiten aus Berlin (aus Berlin) http://topfives.org/2008/fuenf-weisheiten-aus-berlin-aus-berlin/ http://topfives.org/2008/fuenf-weisheiten-aus-berlin-aus-berlin/#comments Wed, 09 Jan 2008 22:19:32 +0000 JC Niemeyer http://topfives.org/2008/fuenf-weisheiten-aus-berlin-aus-berlin/ Die Ärzte aus Berlin (aus Berlin) sind schon so lange im Geschäft, dass ihre Konzerte von Teenagern jeden Alters besucht werden. In all den ganzen Jahren haben im Werk von Belafarinrod auch profunde Lebensweisheiten Niederschlag gefunden. Von den inzwischen zur Allgemeinbildung gehörenden Erkenntnissen über Männer (= Schweine) und Frauen (= Hauegernhaberinnen) abgesehen, zum Beispiel diese hier:

  • 5. „So wie ich die Sache sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet und es leben nur noch die Idioten.“ (Anti-Zombie)

    Wenn man das erstmal kapiert hat, lebt es sich stressfreier: Die Leute, die einem immer wieder aufs Neue den Alltag schwer machen, sind halt doof und können nichts dafür.

  • 4. „Du bist wirklich saudumm, darum geht’s Dir gut.“ (Schrei nach Liebe)

    Zu allem Überfluss sind die Idioten auch noch mit sich und der Welt im Reinen. Pech gehabt, liebe Intellektuelle. Schlimmer noch: Ihr müsst Euch tagein, tagaus mit Fragen von Ethik, Moral und Niveau quälen anstatt glücklich und zufrieden vor der Glotze vor Euch hin vegetieren zu dürfen.

  • 3. „Herr Wachtmeister, sag ick, machense sich mal locker.“ (Richtig schön evil)

    Diese schöne Aufforderung ist nur bedingt konversationstauglich. Insbesondere als Beteiligter einer Verkehrskontrolle sollte der Wagenlenker sich derartige Äußerungen verkneifen. Lockermachen ist trotzdem eine gute Sache, nicht nur vor dem Sport.

  • 2. „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wäre nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ (Deine Schuld)

    Die Botschaft ist so deutlich, dass sie keiner weiteren Erläuterung bedarf. Menschen, die sich – getreu dem vorangegangenen Ratschlag – locker gemacht haben, verzichten insbesondere auf den Hinweis, dass es aus grammatikalischen Gründen wohl „wenn sie so bliebe“ heißen müsste. Das ist dem – auf der selben Platte in Erscheinung tretenden – Klugscheißerman und seinesgleichen vorbehalten.

  • 1. „Hip hip hurra, alles ist super, alles ist wunderbar.“ (Hurra)

    Bisher könnte man meinen, zwischen den Zeilen sollte hier vermittelt werden, die Welt wäre von verkrampften (3.) Faulpelzen (2.) und zufriedenen (4.) Idioten (5.) bevölkert. Das stimmt natürlich nicht. Es gibt sicher auch einige zufriedene Faulpelze und jede Menge verkrampfte Idioten. War nur Spaß. In echt ist doch alles super, wenn nicht gar wunderbar.

Wer diese Liste mochte, mag auch: Hamburger Weisheiten

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Vorsätze für das neue Jahr http://topfives.org/2007/vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/ http://topfives.org/2007/vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/#comments Sun, 30 Dec 2007 13:52:04 +0000 JC Niemeyer http://topfives.org/2007/vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/ Klassiche Vorsätze zu Beginn eines neuen Jahrs sind: mehr Bewegung, weniger Essen, gar keine Zigaretten. Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt und werden daher immer unpopulärer. Dieser Beitrag gibt dem orientierungslosen Leser auf der Suche nach neuen Vorsätzen praktische Lebenshilfe.

  • 5. Mehr Gelassenheit wagen

    Verkrampfte aller Länder, lasst Euch sagen: Gelassenheit ist gut für uns alle. Entspannt lebt es sich einfach besser. Nachdem es in diesem Jahr gelungen ist, das Klima zu retten, haben wir schließlich allen Grund, völlig unaufgeregt der Dinge zu harren, die da kommen. Wie das geht, habe ich unlängst anhand einer unzustellbaren E-Mail erfahren. Üblicherweise bekommt man seine Nachricht in so einem Fall binnen Stunden zurück, zusammen mit der Botschaft des Servers, er habe zwar alles gegeben, könne die E-Mail aber beim besten Willen nicht im Zielpostfach platzieren. Ich hatte es in diesem Jahr mit einem Mailserver zu tun, der entweder ziemlich gründlich war oder nichts von Hektik hielt. Obwohl man sich an erheblich kürzere Laufzeiten gewöhnt hat – im Jiddischen heißt E-Mail nicht ohne Grund Blitzpost – erreichte mich die Kunde von der Unzustellbarkeit meiner Nachricht erst sieben Wochen nach dem Abschicken. Das ist nicht nur die digitale Entsprechung der Postkarte, die ihren Empfänger erst nach Generationen erreicht, sondern auch ein Musterbeispiel der Gelassenheit.

  • 4. Nichts übertreiben

    Auf Kundentoiletten wird man häufig gebeten, diese so zu hinterlassen wie man sie vorgefunden hat. Man soll seinen Dreck selber wegmachen. Geschenkt. Kürzlich entdeckte ich die Aufforderung, die Kundentoilette so zu verlassen, wie man sie gerne vorgefunden hätte. Das empfand ich angesichts des desolaten Zustands der Räumlichkeiten als unangemessen. Umfangreiche Reinigungs- und Reparaturarbeiten fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Kunden. Dessen vorrangige Aufgabe ist es, Geld ins Geschäft zu bringen. Auch bei veränderter Erwartungshaltung seitens der Kaufleute sollte es bei dem Vorsatz bleiben, Reinigungsmittel und Werkzeug beim Einkaufsbummel zuhause lassen.

  • 3. Unterschiede akzeptieren

    Seit ich vor einigen Monaten ein MacBook erworben habe, werde ich gelegentlich auf diesen Computer angesprochen. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Gesprächsinhalte herauskristallisiert. Während Frauen verzückt ausrufen: „Der ist aber niedlich!“, fragen Männer, was so ein Ding denn kostet (es ist also genau wie beim ersten Kind im Freundeskreis). Dass Frauen und Männer sich unterscheiden, hat sich bereits herumgesprochen. Nicht einmal diejenigen, an denen das in der Schule vorbeigegangen ist, müssen dumm sterben. Der sogenannte Komiker Mario Barth etwa leistet unermüdliche Aufklärungsarbeit. Unterschiede, darauf will ich hinaus, sind jedenfalls eine tolle Sache, nicht nur die zwischen Menschen mit Penis und Menschen ohne. Das Stichwort heißt Individualität. Guter Vorsatz: Unterschiede akzeptieren.

  • 2. Das Prinzip Freundlichkeit

    Dieser Gedanke führt fast automatisch zum Prinzip Freundlichkeit: Es lohnt sich, zu anderen nett zu sein. Das ist schön, weil die anderen dann auch nett sind. Meistens – die übrigen sind Arschlöcher oder bemitleidenswert, oft sogar beides.

  • 1. Ehrlichkeit

    Ehrlich währt am längsten, sagt der Volksmund zu Recht. Daraus ergibt sich folgende Erkenntnis: Ehrlich gesagt ist es ziemlich bescheuert, ausgerechnet zum Jahreswechsel Vorsätze zu fassen.

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Wenn einer einen Umzug tut http://topfives.org/2006/wenn-einer-einen-umzug-tut/ http://topfives.org/2006/wenn-einer-einen-umzug-tut/#comments Fri, 24 Nov 2006 15:02:35 +0000 JC Niemeyer http://www.topfives.org/2006/wenn-einer-einen-umzug-tut/ Fünf Umzugsnotizen:

  • 5. Improvisieren

    In Medizinerkreisen heißt es, wer als Arzt im Laufe seines Berufslebens nicht mindestens einen Kunstfehlerprozess am Hals hatte, habe nicht ernsthaft praktiziert. Ähnliches gilt auch im Hand°werk, die alte Hobel-Späne-Geschichte. Schon vor Jahren verriet mir ein Autoschlosser, dass ein Minimum an Pfusch unvermeidbar sei („Wer noch nie gepfuscht hat, hat noch nie richtig gearbeitet.“). Recht hat er. Selbst das Verkaufspersonal im Baumarkt leistet seinen Beitrag: Nachdem ich klargemacht hatte, dass Zeit, Lust und Talent für fachmännisch korrekte Schönheitsreparaturen fehlen, erklärte mir ein Mitarbeiter schweren Herzens, aber erstaunlich fachkundig, wie ich am besten vorgehen sollte, um die gravierendsten Mängel der an den Vermieter zu übergebenden Wohnung „schnell und schmutzig“ zu beseitigen. Hat bestens geklappt.
    Wenn man den Pfusch als Improvisation bezeichnet, ist gleich auch der negative Beigeschmack verschwunden. Improvisationstalent war natürlich auch in der neuen Wohnung gefragt: Obwohl zahlreiche andere Möbel noch der Montage harrten, gab das Bett, das zuvor lediglich ächzte wie eine angehende Ex-Katze, seinen Geist auf und brach in sich zusammen. Nur der Improvisation und dem Akkuschrauber, den Gott glücklicherweise am achten oder neunten Tag schuf, ist es zu verdanken, dass das Teil binnen einer Drittelstunde wieder auf eigenen Beinen stand.

  • 4. Berg- und Talfahrt

    Mit diesem Berg tut sich der Umzugslaster aber ganz schön schwer, dachte ich während des Möbeltransports. Erstaunlich auch, dass der 7,5-Tonner bergauf performte wie Michael Rasmussen in den Pyrenäen, bergab jedoch wie Erik Zabel mit angezogener Bremse. Dass sich diese Probleme mitten in der Nacht einstellten, machte sie nicht gerade angenehmer. Glücklicherweise lag eine Tankstelle in Rollweite. Wir hatten es mit einem Best Case Scenario zu tun, nach einem ordentlichen Schluck Diesel war der Wagen wieder flott. Offenbar war der nur noch achtelvolle Tank einfach nicht für übermäßige Berg- und Talfahrten konstruiert. Hätte man mir ruhig vorher sagen können.

  • 3. LIFO live

    Die Informatiker nennen das Prinzip abgekürzt LIFO: Last in, first out, anders kriegt man seinen Kram aus dem Umzugslaster nicht heraus. Wie schön, das mal live, in Farbe und mit anschließendem Muskelkater erleben zu dürfen. Angeblich funktionieren viele Dinge des täglichen Lebens auch nach dem LIFO-Prinzip, Fahrstühle mit nur einer Tür etwa. Leider hat sich das noch nicht bis zu allen Liftbenutzern herumgesprochen. Vor allem technophobe Frauenspersonen neigen dazu, im Fahrstuhl für sich das FIFO-Prinzip zu beanspruchen ‚Äì auch wenn alle Leute in der gleichen Etage aussteigen. Aber das ist ein anderes Thema.

  • 2. Eine Alternative zum Fernsehprogramm sein

    Es ist beruhigend zu wissen, dass die Leute nicht den ganzen Tag vor der Glotze hängen und verblöden. Sobald es draußen was zu gucken gibt, sind jedenfalls alle Balkone besetzt. Schon das morgendliche Umsetzen der Falschparker im Umzugs-Halteverbot vor der alten Wohnung war ein regelrechter Publikumsmagnet. Der wahre Höhepunkt trug sich jedoch erst in der Nacht zu: Das sensationelle nächtliche Rückwärtseinparken eines Mercedes Atego 815 mit gefühlten 20 Metern Radstand (tatsächlich sind es nur 6,30 Meter) erregte vermutlich mehr Aufsehen als die regelmäßig stattfindende Stuntshow auf dem Supermarktparkplatz in den Nachbarschaft. Besonderer Kitzel: Der Steuermann fährt normalerweise ein Auto, das in dem Umzugslaster Platz hätte. An der Einfahrt ist zudem ein Schild angebracht, auf dem steht „Optimiert für VW Käfer“.

  • 1. Unkenntnis

    An einem der ersten Tage in der neuen Wohnung stand ich auf dem Balkon. Eine ältere Dame war auf dem in Sichtweite verlaufenden Gehsteig unterwegs, hielt aber plötzlich inne und rief mir irritiert zu: „Ich kenne Sie nicht!“ Was nun, dachte ich bei mir. Sollte ich ihr verbal den digitus impudicus zeigen und „Ich Sie auch nicht.“ antworten? Nein, ich bin ja feige nett. „Guten Tag, ich bin Herr Niemeyer.“ Das war ihr offenbar genehm. Ihr Reaktion war jedenfalls ein erleichtertes: „Ach, Du bist‘s. Dann ist ja gut!“

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Dialogbausteine für Krimis http://topfives.org/2006/dialogbausteine-fur-krimis/ http://topfives.org/2006/dialogbausteine-fur-krimis/#comments Thu, 20 Jul 2006 11:30:36 +0000 JC Niemeyer http://www.topfives.org/2006/dialogbausteine-fur-krimis/ Der TV-Ermittler Gunvald Larsson gibt seinem Chef schon mal die Worte “Geh ein bisschen spielen!” mit auf den Weg, um mit einem – noch – unkooperativen Zeugen alleine zu sein. Regelmäßige Zuschauer der Beck-Reihe mögen Gunvalds anschließend zu bewundernde Verhörmethoden sehr, sie haben schließlich einen besonderen Unterhaltungswert. Viele Krimis sind einfacher gestrickt und folgen einem simplen Muster. Insbesondere die Gespräche der zentralen Figuren scheinen aus dem Dialogbaukasten zu stammen. Besonders beliebte Äußerungen, chronologisch geordnet:

  • 5. Assistent: “Ich habe Spuren von gewaltsamem Eindringen gefunden.”

    Gewaltsames Eindringen geht immer. Hat der Kommissar einen Raubmord in der Industriellenvilla zu untersuchen, liefert einer der Spurensicherer ihm diese Information gleich am Tatort. Und auch wenn ein Sexualdelikt an einer knackigen Studentin aufzuklären ist, kommen die Spuren des gewaltsamen Eindringens spätestens beim obligatorischen Gespräch zwischen Ermittler und Pathologen auf den Tisch, meist sogar im Wortsinn.

  • 4. Zeuge: “Sie war’s, sie war’s.”

    Ein Klassiker seit rund 2000 Jahren. Zeugen müssen schließlich ihre Beobachtungen und Vermutungen loswerden. Wird teilweise auch zur Verwirrung von Kommissar und Zuschauer eingesetzt, wenn der Zeuge seine Aussage spontan ändert (“er war’s, er war’s”).

  • 3. Verdächtiger: “Du hast es nicht anders verdient!”

    Gehört eigentlich an den Beginn der Handlung, aber der Regisseur lässt die Zuschauer miträtseln. Deshalb baut er diese Szene als Rückblende mitten in den Film. Der Verdächtige und das Opfer stehen sich gegenüber, der eine verängstigt, der andere wutentbrannt mit einem Spaten in der Hand. Natürlich war der Typ mit dem Spaten es hinterher doch nicht, sonst wäre ja die Spannung weg.

  • 2. Ermittler: “Dann wollen wir dem Herrn mal einen Besuch abstatten.”

    Kurz vor Abschluss der Ermittlungen ist es an der Zeit für die Konfrontation von Ermittler und Täter. Der Hinweis auf das bevorstehende Gespräch mit dem Täter führt dem Zuschauer erneut einige wichtige Details vor Augen: Auch wenn so ein Fernsehkommissar ständig irgendwelchen Leuten Besuche abstattet, muss der, der so deutlich angekündigt wird, wohl wichtig sein, also aufwachen! Zudem ist dies die Gelegenheit, noch einmal den Charakter des Ermittlers zu unterstreichen, man achte auf seinen Tonfall. Der knallharte Kommissar sagt es überlegen-süffisant und demonstriert seine Entschlossenheit im Kampf gegen das Verbrechen. Der gemütliche deutet nur sachlich an, dass sein Assistent nun den Wagen holen könnte. Und der trottelige freut sich, dass er nochmal aus dem Revier rauskommt, bevor der den lästigen Bericht schreiben muss.

  • 1. Täter: “Seit wann wissen Sie es?”

    Im Strafprozess hat der Angeklagte das letzte Wort, im Krimi nur das vorletzte. Der Überführte will für‘s nächste Mal wissen, was er anders machen muss, um nicht wieder überführt zu werden. Wie der Kommissar es letztlich rausgekriegt hat, ist beinahe eine eigene Liste wert. Der Klassiker: “Seit wir die Tatwaffe bei Ihnen gefunden haben”, neuerdings gerne auch: “Seit wird Ihnen heimlich eine DNA-Probe abgeluchst haben.” Der überlegen-süffisante Ermittler lässt sich mit Vorliebe zu einem Bekenntnis wie “Seit unserer ersten Begegnung, ich habe Ihre Angst gerochen” hinreißen. Von höherem Unterhaltungswert sind die exakten Beobachter unter den Kommissaren, die merken es an den abgefahrensten Details, etwa am Akzent, den der Täter so mühsam unterdrückt oder an dessen Art, sich durchs Haar zu fahren. Leider lautet die Antwort nie: “War nur geraten.”

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Was man nach der WM nicht vermissen muss http://topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/ http://topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/#comments Sun, 04 Jun 2006 14:55:46 +0000 JC Niemeyer http://www.topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/ Es dauert nicht mehr lange und sie ist endlich zu Gast bei ihren Freunden, die Welt. Zum Glück, denn dann sind es nur noch ein paar Wochen, bevor der Spuk vorbei ist. Goleo und der bekloppte Ball werden in Rente, England wird Weltmeister geworden und der Fußball-Hype vorbei sein. Wie bei allen großen Sportturnieren ist davon auszugehen, dass die Zuschauer den Mannschaften die Daumen drücken, die Spannung in der Verlängerung oder beim Elfmeterschießen kaum ertragen können, sich mit den Siegern freuen und tragische Niederlagen bedauern werden. Deshalb ist Fußball immer noch wichtig, aber seien wir doch ehrlich: Inzwischen nervt die allgegenwärtige Vorfreude doch ein wenig. Fünf Dinge, die man nach der Weltmeisterschaft nicht vermissen muss:

  • 5. Fahnen

    Ständig begegnen einem als Verkehrsteilnehmer momentan beflaggte Autos. Man könnte fast glauben, in der ganzen Republik fände irgendein Gipfeltreffen statt. Aber weshalb sollten Diplomaten und Staatsmänner ihre dunklen Limousinen gegen rostige Kleinwagen und Handwerkerbullis eingetauscht haben? Haben sie natürlich nicht, es sind Fußballfans, die Flagge zeigen. Nach der WM haben sie ausgedient und kommen in den Keller (die Fahnen). Weil übermäßige Beflaggung in Deutschland seit gut sechzig Jahren nicht besonders populär ist, wird sie niemand vermissen.

  • 4. Countdowns

    Schuld an der Fahnenverbreitung ist der Einzelhandel, der sich in Sachen WM ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert. Weiteres Beispiel: Elektrische Countdowns wo man hinsieht. Ein Countdown in der Getränkeabteilung, einer bei den Süßigkeiten, Countdowns hier, Countdowns da, Countdowns überall. Leute, so eine Weltmeisterschaft ist kein Raketenstart! Weg mit den Teilen, den 9. Juni kann man sich auch so merken.

  • 3. Fußballprodukte, weit hergeholte

    Wer hat verlangt, seinen Halbzeit-Hunger mit Weltmeister-Wurst und seinen Dribbel-Durst mit einem Getränk aus der Fan-Flasche stillen zu können? Niemand? Eben.

  • 2. Wildcard

    <insert your personal Ärgernis here>

  • 1. Die FIFA

    Den Weltfußballverband muss man auch nicht vermissen. Die Truppe hat schließlich kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sich unbeliebt zu machen. Nein, keine Klagen über Hyundai-Aufkleber an Mercedes-Bussen, aber man denke bitte an die unmögliche Vergabepraxis für Eintrittskarten, den Versuch der – vorsichtig formuliert – total bescheuerten Sprachregelung und die Drohgebärden gegenüber Kiosken in Stadionnähe, die es wagen, Produkte zu bewerben, die nicht von offiziellen Werbepartnern hergestellt werden. Gut, dass die Herrschaften bald woanders ihr Unwesen treiben.

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Gründe, früh aufzustehen http://topfives.org/2006/grunde-fruh-aufzustehen/ http://topfives.org/2006/grunde-fruh-aufzustehen/#comments Mon, 27 Feb 2006 18:54:10 +0000 JC Niemeyer http://www.topfives.org/2006/grunde-fruh-aufzustehen/ Es gibt gute Gründe, früh aufzustehen. Immer wieder sind Leute zu beobachten, die morgens um halb sieben freiwillig den Bürgersteig vor ihrem Haus fegen und anschließend den Wagen waschen. Das sind schon mal zwei handfeste Gründe, früh aufzustehen ‚Äì jedenfalls für Leute, die außer einem Besen und einem Auto auch Schlafstörungen haben. Allen anderen seien die folgenden fünf Motive genannt. Zwangslagen wie der Beginn von Arbeit, Vorlesung oder Unterricht bleiben außen vor.

  • 5. a) Gassi gehen / b) Kinderprogramm

    Der Hund ist des Menschen bester Freund. Außerdem weiß er Spaziergänge mit Herrchen oder Frauchen sehr zu schätzen. Was gibt es schöneres, als bei Einsetzen der Morgendämmerung den Hund an die frische Luft zu lassen?

    Der Autor dieser Zeilen ist kinderlos. Ihm kam aber zu Ohren, dass Kinder ähnlich begeistert davon sind, Mama und Papa schon frühmorgens für sich einzunehmen. Vor allem an Sonn- und Feiertagen.

  • 4. Erwachen

    Nicht nur das Erwachen der Stadt am Vormittag hat seinen Reiz, wenn Banken und Geschäfte öffnen und die Gastronomie langsam warmläuft. Auch das Erwachen der Natur am frühen Morgen ist ein Schauspiel, an das man sich gewöhnen kann: Der Morgennebel lichtet sich, die Sonne lässt sich blicken, die Luft fühlt sich noch frisch und unverbraucht an. Und man hat das alles für sich, weil der Rest der Bevölkerung noch in den Federn liegt.

  • 3. Vogelzwitschern

    Der frühe Vogel fängt nicht nur den Wurm. Nein, er zwitschert auch so schön, dass man ihm dabei gerne zuhört.

  • 2. Zeitung

    Nachdem man sich morgens im Radio einen Überblick über die Nachrichtenlage verschafft hat, ist es ein großer Luxus, sich eine halbe Stunde oder länger mit der Tageszeitung zurückziehen zu können. Wo sonst gibt es ausführliche Informationen zum politischen Geschehen, Standpunkte zu brennenden Flaggen Themen, relevantes aus der Medienwelt sowie im Idealfall lesbares Edelfederngeschreibsel und eine knackige dritte Seite?

  • 1. Dem Karneval entfliehen

    Die Rheinländer sind eine bemitleidenswerte Volksgruppe. Während der gängigen vier Jahreszeiten leiden die Menschen zwischen Köln und Mainz offenbar unter gähnender Langeweile. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie eine fünfte Jahreszeit erfunden haben, den Karneval. Das Brauchtum verlangt, dass sie nun fröhlich und ausgelassen sind. Wie das aussieht, kann man rund um den Rosenmontag im Fernsehen betrachten: Junge, alte und scheintote Leute scheitern beim Versuch, sich originell zu verkleiden und bemühen sich nach Kräften, der Lustigkeitsanordnung Folge zu leisten. „Da simmer dabei, das ist prima“, reden sie sich ein. Der Unterhaltungswert der Karnevals- und Fastnachts-Sitzungen, in denen die Rheinländer sich das vorführen lassen, was sie für Humor halten, rangiert irgendwo zwischen „Sieben Tage, sieben Köpfe“ und Sabine Christiansen. Der tolerante Mensch lässt sie natürlich gewähren. Wer aber in einer Hochburg zuhause ist, dem ist es nicht zu verdenken, wenn er am Tag des Karnevalsumzugs morgens um vier seine Koffer packt und flieht. Weit weg, vielleicht nach Rio.

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Hamburger Weisheiten http://topfives.org/2005/hamburger-weisheiten/ http://topfives.org/2005/hamburger-weisheiten/#comments Tue, 15 Nov 2005 10:10:00 +0000 JC Niemeyer Kettcar - Foto: JC Niemeyer

Die Indiepopper Kettcar machen tolle Musik, klar, und in den Texten der Hamburger steckt auch einiges drin ‚Äì unter anderem diese fünf universellen Weisheiten.

  • Man vergesse nie, dass gerade das scheinbar Alltägliche durchaus etwas Besonderes und auch wertvoll sein kann. Das Spektrum reicht von der glücklichen Beziehung über die funktionierende Demokratie bis zu sauberem Trinkwasser. Und noch viel weiter, wenn man will.

  • Von der hohen Kunst, das Offensichtliche als Erkenntnis zu verkaufen, lebt die Beraterbranche sehr gut. Kostenlos in die Welt getragen, mit Edding auf Wände gehauen oder einfach gesungen ist so eine Weisheit natürlich viel sympathischer als in einem Expertengutachten. Wenn sie dann auch noch als wichtigste Regel für unerfahrene Opernsgänger zu gebrauchen ist, ist ihr Platz vier dieser Liste sicher.

  • Zur Demokratisierung eines Landes einen Krieg führen, der den Einwohnern Angst, Schrecken und vielfach den Tod bringt, ist niemals gut ‚Äì daran ist nichts zu drehen, selbst wenn er aus Sicht der kriegsführenden Parteien noch so gut gemeint sein mag. Diese praktische Weisheit funktioniert auch ein paar Spielklassen tiefer: Was hilft es, wenn die Handwerker es bei der Renovierung zwar gut gemeint haben, Dein Haus aber anschließend wegen Einsturzgefahr unbewohnbar ist? Genauso, wenn jemand was leckeres kochen will, es aber scheiße schmeckt.

  • Manchmal gibt es keine Stufen zwischen Schwarz und Weiß. Auf dem Standesamt kann man ja oder nein sagen, vielleicht lässt der Standesbeamte nicht durchgehen. Auch ist eine Frau niemals nur ein bisschen schwanger. Sie ist schwanger oder nicht. Genauso ist das auch mit den Deichen: Die brechen, oder eben nicht.

  • Die Gleichheit der Menschen ist echt wichtig, Frieden auch, steht beides sogar im Grundgesetz. In dem Lied Balu sind übrigens noch mehr tolle Sachen drin, beispielsweise der 1A-Ratschlag:

    Vergiss Romeo und Julia. Wann gibt‘s Abendbrot?
    Willst Du wirklich tauschen? Am Ende waren sie tot.

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Gründe, nach London zu reisen http://topfives.org/2005/london/ http://topfives.org/2005/london/#comments Fri, 08 Jul 2005 13:45:00 +0000 JC Niemeyer Konstantin Binder bezeichnet London in seinem empfehlenswerten London Leben als „großartigste Stadt der Welt“. Damit könnte er Recht haben. Fünf Gründe, nach London zu reisen:

  • 5. Jetzt erst recht

    Terroristen sind unberechenbar. Dass es jetzt die britische Hauptstadt, vielmehr: mindestens 39 50 unschuldige Menschen, die sich dort aufhielten, erwischt hat, ist kein Zufall. Aber bitte stets im Hinterkopf behalten: Terroristen sind in der Lage, überall Angst und Schrecken zu verbreiten. Man kann sich seines Lebens an keinem Ort auf der Welt sicher sein und darf aus solchen Anschlägen außer einer erhöhten Wachsamkeit keine weiteren Konsequenzen für das persönliche Verhalten ziehen.

  • 4. Die Tube

    Bei allem Respekt vor den Opfern des Bombenanschlags im System der Londoner U-Bahn: Dieses klapprige, unzuverlässige, im Sommer bisweilen unerträglich heiße Massenverkehrsmittel, sucht seinesgleichen. Die Tube ist einzigartig – trotz oder gerade wegen ihrer zahlreichen Unzulänglichkeiten.

  • 3. Shopping

    Eine Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und sonstigen lebenswichtigen Kleinigkeiten ist dank der zahlreichen kleinen Läden, die mehr oder weniger immer geöffnet sind, sowieso gewährleistet. Die namhaften Kaufhäuser kann man auch links liegen lassen, wenn man nicht gerade üppigst Zeit hat. Dafür bitte massenweise Bücher von Nick Hornby und Ben Elton kaufen und dann ab in die kleinen Fachgeschäfte! Davon gibt es viele – solche, die nur mit Elektrospielzeug handeln genauso wie solche, die nur geblümte Lampenschirme, Stoffe und sonstige Einrichtungsaccessoires verkaufen. Ebenfalls sehr beliebt: Läden, die nur Regale und Kartons führen, und Geschäfte, die Stoffe, Lampenschirme und Dekorationsklüngel haben, kariert. Zur Abwechslung kann man auch Geschäfte aufsuchen, die nichts außer Seife verkaufen, oder welche, die Schönes für die Wohnung im Sortiment haben, aber nur mit Streifenmuster.

  • 2. Atmosphäre

    Diese Stadt hat Atmosphäre. Die Londoner Mischung aus modernster Architektur, kleinen, bisweilen etwas schäbig anmutenden Backsteinhäusern und schicken Altbauten, ist die ideale Kulisse für tolle Erinnerungen. Wenn man nur will, dann mag man diese Stadt bei jedem Wetter – am liebsten natürlich bei strahlendem Sonnenschein, denn dann kann man dem Trubel auf den Straßen entfliehen und sich für ein oder mehrere Stündchen auf eine Grünfläche zurückziehen. Achtung, zur Mittagszeit kann es dort eng werden.

  • 1. Sandwiches

    Was gibt es schöneres, als in einer pulsierenden Stadt am Straßenrand zu sitzen und neben sich einen netten Menschen zu haben, mit dem man gemeinsam Schinken-Ei-Sandwiches aus dem Supermarkt verzehrt? Dazu ein Pint Vollmilch aus der Plastikflasche und der Tag ist Dein Freund.

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Händlertypen auf dem Flohmarkt http://topfives.org/2005/flohmarkt/ http://topfives.org/2005/flohmarkt/#comments Sat, 02 Jul 2005 22:07:00 +0000 JC Niemeyer Handelsplattformen im Internet erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, die Ebayisierung der modernen Gesellschaft hat das Niedrigpreis- und Trödelsegment aber noch nicht völlig verdrängt. Fünf typische Flohmarkthändler:

  • 5. Profis

    Ab einer bestimmten Größe findet man auf einem Flohmarkt auch professionelle Händler. Bei ihnen kriegt man alles, was die billig einkaufen können. Ihr Angebot reicht von Esoterikerbedarf wie Räucherstäbchen und Glückssteinen über Kleidung und billige Haushaltsartikel bis zu fast abgelaufenen Lebensmitteln und Obst, das am Vortag auf dem Wochenmarkt übrig geblieben ist. Wenn man Pech hat, befinden sich auf einem Markt mehr Profis als Privatanbieter. Wenn man Glück hat, handeln wenigstens einige der Profis mit Gebrauchtartikeln, die man woanders nicht mehr oder nicht so billig bekommt. Dazu zählen dann Schallplatten, vergriffene CDs und antiquarische Bücher, aber auch altes Werkzeug oder Türklinken, die zu den anderen im eigenen Altbau passen.

  • 4. Wohnungsauflöser

    Wohnungsauflöser räumen im Auftrag der Hinterbliebenen die Wohnungen Verstorbener aus oder kaufen alten Hausrat kubikmeterweise bei Auktionen auf und werfen alles, was nicht besonders wertvoll zu sein scheint, in Umzugskisten. Der Flohmarktstand ist eine Ansammlung zahlreicher entsprechend mit Gerümpel befüllter Kisten, in denen die Kaufinteressenten dann nach interessanten Stücken wühlen. Wer etwas gefunden hat, fragt den Händler nach dem Preis, der sich dann spontan eine utopische Summe ausdenkt. Letztlich wechselt die Ware zu einem – vom Verhandlungeschick des Käufers abhängigen – Bruchteil des zunächst genannten Phantasiebetrags den Besitzer oder landet wieder in einer Kiste.

  • 3. Antiquitätenhändler

    Es gibt zwei Sorten von Antiquitätenhändlern. Die einen haben ein Ladengeschäft und zeigen auf Flohmärkten eine Auswahl immer gefragter Möbel. Zu ihrem Sortiment zählen sauber aufgearbeitete Kommoden und Schränke. Die anderen bezeichnen die von ihnen angebotene Ware unabhängig vom tatsächlichen Wert als Antiquitäten. Böse Münder würden die Produkte möglicherweise auch als Schrott titulieren. Ein Teil des Angebots dieser Wochenendanbieter dürften die mutmaßlich besseren Stücke aus Wohnungsauflösungen sein.

  • 2. Die breite Masse

    Das Fundament jedes Flohmarkts sind die zahlreichen Stände, an denen Privatleute das flohmarkttypische Mischsortiment anbieten, das aus getragener Kleidung, alten CDs und Videos, ausgedienten Elektrogeräten sowie sonstigem Klüngel besteht. Diese Herrschaften kommen mit derselben Ware Woche für Woche wieder, um ihr Glück zu versuchen. Hätten sie nicht so weltfremde Preisvorstellungen, könnten sie einige ihrer Sachen vielleicht auch verkaufen.

  • 1. Perlen

    Der Weg zum Flohmarkt lohnt sich vor allem für die Perlen, also diejenigen Privatanbieter, die ihre Kunden nicht mit Floskeln wie „damals habe ich … bezahlt“ und „dafür muss ich … haben“ verschrecken. Sie sind gerade umgezogen, werden bald umziehen oder haben ausgemistet und wollen den überzähligen Hausrat loswerden. Bei diesen Leuten kann man zu fairen Preisen schöne Dinge finden, vor allem Einrichtungsgegenstände, Bücher, Kinderkleidung und Spielzeug.

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