Top Fives » Street Fighting Man http://topfives.org »So you've got a list here of 5 things you'd do if qualifications and time and history and salary were no object.« Sat, 10 Apr 2010 05:42:39 +0000 en hourly 1 Angewohnheiten von Paketzustellern http://topfives.org/2009/angewohnheiten-von-paketzustellern/ http://topfives.org/2009/angewohnheiten-von-paketzustellern/#comments Fri, 18 Sep 2009 09:00:41 +0000 JC Niemeyer http://topfives.org/?p=640 Manchmal sprudelt man förmlich über vor Ideen für Toplisten, merkt aber doch bald, dass man sie aus Gründen des Geschmacks oder der Realität nicht vollkriegt. Top 5 Naturkatastrophen etwa scheiden aus, weil wir hier nicht im Privatfernsehen sind. Die Liste Top 5 niedliche Kätzchen muss ausfallen, weil der Autor sich einfach nicht entscheiden kann, es sind ja ausnahmslos alle Kätzchen niedlich, siehe: Internet. Dass wir auf Top 5 politische Parteien vorläufig vergeblich warten müssen, kann auch jeder nachvollziehen, der den Wahlkampf beobachtet.

Darum will der Autor sich heute mit besonders tollen Eigenschaften und Fähigkeiten von Paketzustellern befassen.

  • 5. Unversehrte Sendung pünktlich übergeben

    Kardinaltugend, die der sympathische Zusteller als Repräsentant des modernen Dienstleistungsunternehmens täglich vielfach praktizieren kann.

  • 4. Beruflichen und privaten Stress nicht am Sendungsempfänger auslassen

    Weil der dafür ja meistens nichts kann.

  • 3. Treppensteigen

    Wer schon mal oberhalb des Erdgeschosses gewohnt und auf Pakete gewartet hat, weiß, warum diese Angewohnheit lobend hervorzuheben ist.

  • 2. Klingelknopf drücken

    Gerade die sichere Beherrschung der Basics des Zustellwesens kann man nicht laut genug preisen. Schon hierdurch kann sich die Zustellperson positiv von anderen ihrer Art abheben.

  • 1. Bulli anhalten

    Die armen Schweine, die zu Hungerlöhnen als Subunternehmer mit ihren Privatfahrzeugen Sendungen ausliefern, beherrschen diese Disziplin tadellos. Bei den anderen glaubt man manchmal, ein wenig Training im Bremsen könnte nicht schaden – selbst wenn darunter die Fähigkeit litte, Benachrichtigungskärtchen auf dem Postweg zu verschicken.

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Fünf Gründe, warum Portugal rausfliegt http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-portugal-rausfliegt/ http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-portugal-rausfliegt/#comments Thu, 19 Jun 2008 12:48:29 +0000 Schuer http://topfives.org/?p=484 Gründe muss man nicht lange suchen. Sie stehen ganz offensichtlich in der Wikipedia.

  • 5. Zu homogen

    Portugal ist, jedenfalls bezogen auf die alteingesessene Bevölkerung, in sprachlicher, ethnischer und religiöser Hinsicht ein sehr homogenes Land.

    - Wikipedia

  • 4. Unsicherheit ob der Griechen

    Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Andere Historiker meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten.

    - Wikipedia

  • 3. Schwache Basis

    Die Landwirtschaft Portugals ist eine der ineffizientesten in Europa.

    - Wikipedia

  • 2. Keine Wölfe und Füchse im Team

    Die Tierwelt Portugals unterscheidet sich nur unwesentlich von der Spaniens. Vereinzelt leben hier noch Wölfe; der nur auf der iberischen Halbinsel verbreitete Pardelluchs ist dagegen in Portugal nahezu ausgestorben, nur noch selten werden Einzeltiere angetroffen, die vermutlich über die Grenze mit Spanien eingewandert sind.

    - Wikipedia

  • 1. Viel Gerede, wenig Taten

    Portugal wird manchmal auch als Land der Poeten bezeichnet. In der portugiesischen Literatur hatte die Poesie immer einen stärkeren Einfluss als die Prosa.

    - Wikipedia

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Fünf Gründe, warum Deutschland natürlich gewinnt http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-deutschland-natuerlich-gewinnt/ http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-deutschland-natuerlich-gewinnt/#comments Thu, 19 Jun 2008 12:38:43 +0000 einbecker http://topfives.org/?p=483
  • 5. 2006

    Schweinsteiger: Bumm. Schweinsteiger: Bumm. Muss ich mehr sagen?

  • 4. Tribünentrainer…

    …stacheln besonders an. Ich weiß nicht mehr, welches Bundesligaspiel ich meine, aber ein Trainer wurde auf die Tribüne geschickt, und die Mannschaft machte aus einem 0:1 noch ein 3:1.

  • 3. Deutschland ist eine Turniermannschaft.

    Phrasen, sagen Sie? Fragen Sie mal die Engländer.

  • 2. Das Gesetz der Serie…

    …hat immer ein Ende. Und nur weil Portugal ‘96 noch im Viertel-, 2000 im Halb- und 2004 im Finale scheiterten, heißt das noch lange nicht dass sie Europameister werden. A propos Serie: Bei der Hälfte aller Europameisterschaften war Deutschland im Halbfinale. Die Statistik ist also auf unserer Seite!

  • 1. Elfmeterschießen

    Der wohl beste Elfmeterkiller gegen die vermeintlich besten Schützen – also, nationenmäßig gesehen. Ich fände es spannend.

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Fünf Gründe, warum Deutschland heute rausfliegt http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-deutschland-heute-rausfliegt/ http://topfives.org/2008/fuenf-gruende-warum-deutschland-heute-rausfliegt/#comments Thu, 19 Jun 2008 12:23:03 +0000 einbecker http://topfives.org/?p=482
  • 5. Metze ist nicht fit.

    Körperlich ja schon, geistig natürlich auch, aber: die Spielpraxis. Da zählen wir auch mal Jens Lehmann dazu, denn ihm wurde schon vom anderen, häufiger spielenden Londoner Keeper gezeigt, wie man ne Fliege, aber eben nicht den Ball fängt.

  • 4. Null Tore im Sturm.

    Ladehemmungen weit und breit, selbst Podolski trifft nicht, wenn er vorne ran soll. Und wenn der nicht kann, steht die Null: vorne.

  • 3. Klinsi schreibt nur SMS.

    Die Nichtanwesenheit des Neubayern belastet die Mannschaft stärker, als man es vielleicht vermutet hätte. Wer erinnert sich nicht an die Stelle des Guido-Knopp-Klassikers, in der Klinsmann die Mannen für die nächste Schlacht wappnet?

  • 2. Jogi auf der Tribüne

    Kann man die Motivationskunst eines Schwaben ersetzen? Also, eines Schwaben, der schon einen Schwaben ersetzt? Mit Hilfe eines Badensers? ich glaube nicht, Tim.

  • 1. Rumpelfußball

    Eine gute Mannschaft steckt Abwehr-, Sturm- und Trainersorgen vielleicht leicht weg. Ich meine damit eine Mannschaft, die durch Geschlossenheit, Aufopferungsbereitschaft, Kampfkraft und Wille überzeugt. Und dazu noch über die Fußballerischen Mittel verfügt, einen langen (oder auch kurzen), steilen (oder auch flachen), immer jedoch präzisen Pass zu spielen, auf den sogleich der nächste folgt. Zählt ruhig mit, wie viele dieser Tugenden die Deutschen gewappnet sind — man kann dafür nicht nur nur eine Hand benutzen, sondern mit dieser auch gleichzeitig die drei Bier stemmen, die nötig sind, um das Spiel zu ertragen.

Prost!

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Le Tour 2007 http://topfives.org/2007/le-tour-2007/ http://topfives.org/2007/le-tour-2007/#comments Thu, 26 Jul 2007 13:25:33 +0000 einbecker http://www.topfives.org/2007/le-tour-2007/ Jetzt, wo alle anderen aussteigen, müssen wir wohl übernehmen. Sat 1, bekommt mein großartiges Bildungsfernsehen (also known as: DVB-T) nicht, und die Wendehälse von Eurosport kann man nun wirklich nicht als die Retter der Tour-Berichterstattung erklären.

Warum also wir? Warum also Tour de France?

  • 5. Die Leistungen

    Ich wollte mir diese Tour wirklich nicht geben. Zuviel war geschehen, zuviel berichtet, zu viele Schatten hingen über ihr. Sonntag war es dann so weit: Die Gleichung Kater und Internet auf der einen Seite musste mit Eurosport auf der anderen ausgeglichen werden. Und es dauerte nur ein paar Minuten, da hatte sie mich wieder. Diese Demonstration von Kraft, Ausdauer und Konzentration, die ist einzigartig in der Sportwelt. Und auch wenn diese Leistung von vielen mittels Medikamenten gesteigert wurde: Ziehen wir 10% von den Kilometern ab, 12% von der Zeit und 17% von der Coolness: Es bleiben großartige Leistungen.

  • 4. Die Medizinischen Abteilungen

    Die Formel Eins wird ja häufig als Versuchslabor der Autobauer bezeichnet. Nirgendwo sonst kann man Motoren solcher Belastungen aussetzen, Reifen an der Grenze zwischen Roll- und Gleitreibung testen und Betankungsanlagen in Oktobermaßstäben messen. Die Tour de France ist dieses für die Pharmakonzerne und Ärzte der Welt: Asthmatiker zu Höchstleistungen treiben, Krebsopfer das fehlende Testosteron und die fehlenden Blutkörperchen zu schenken, kasachische Blutsbrüderschaften besiegeln und dabei keinerlei Auflagen der Weltgesundheitsorganisation zu fürchten, das kann man nur hier. Und jetzt soll keiner so kleinlich sein und behaupten, das Medikamente, die andere Medikamente verbergen, für die Allgemeinheit nicht wichtig sind: In Zeiten der totalen Überwachung wird der Schutz der (medizinischen) Privatsphäre immer wichtiger.

  • 3. Die Diskussionen

    Herr Niggemeier hat ja schon einige Beiträge gesammelt, auch andere Blogs zeigen, was für lustige Menschen Fahrradfahrer so sind. Und bitte, alleine für die Diskussionen der Experten auf Sat 1 und Eurosport ist es wert, dass die Tour weiter gesendet wird, schließlich weiß man da endlich, wofür Journalisten gut sind. (Ich wollte auch mal eine Diskussion über Blogs vs. Journalismus lostreten…)

  • 2. Die Folklore

    Radfahrer führt, trinkt zwei Flaschen Rotwein, schläft, fährt in die falsche Richtung weiter. Pantanis Teufelsritt nach Alpe d’Huez. Baumgrenzen, Klöster und Käsesorten. 24er Ritzel, Zeitfahrmaschinen und schwere Stürze. Der belgische Kreisel. La flamme rouge. Der Besenwagen. Sieben Stunden gilt es zu überbrücken, und da kann viel über Land, Technik und Leute erzählt werden. Wird es auch.

  • 1. Le tour n’est pas mort

    Sie riecht nur so. Aber das schon länger: Wenn alle Sieger der letzten Jahre Asthma hatten, Doping immer exakt nach der Verjährung zugegeben wird und Dopingfälle weit zurückreichen, kann man nicht wirklich glauben, dass auch nur ein Sieger der letzten 20 Jahre sauber war. Vielleicht ja 2008, wenn es so weiter geht.

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King of Powder http://topfives.org/2007/king-of-powder/ http://topfives.org/2007/king-of-powder/#comments Mon, 12 Mar 2007 09:44:55 +0000 einbecker http://www.topfives.org/2007/king-of-powder/ Nein, war ich eigentlich nicht, da gab es andere Off-Pisten-Virtuosen unserer Gruppe, die diesen Titel eher verdienen. Aber die haben kein Blog! Fünf Gründe, warum Winterurlaub in Ischgl großartig ist:

  • 5. Apr?®s Ski

    Ischgl = Apr?®s-Bereich, so die einfache Gleichung der Generation Ü-30. Bin ich noch nicht, von daher blieben Kuhstall und Fire&Ice links bzw. rechts liegen. Teilen der Reisegruppe soll es da anders ergangen sein, aber darüber hüllen wir den Mantel des Vergessens.

  • 4. Samnaun

    Pilsbier, so toll es ja durchaus auch schmeckt, kann den gelegentlichen Cuba libre nicht verdrängen. Und der wird mit Havana Club gemischt, Ehrensache. Und wenn die Ehre in der Schweizerischen Zollfreizone nur die Hälfte kostet, dann schnall ich eben kurz die Bretter ab, um ein paar Franken gegen Zuckerrohrdestillat einzutauschen.

  • 3. Schnee

    Kann stören, wenn man die Piste bearbeitet — und tat dies auch so weit, dass an zwei Tagen der Bogen um No. 5 nicht ganz so weit wurde. Aber: Er macht die Pisten grade, den Tiefschnee zart und die Landschaft weiß — alles Eigenschaften, die dem Wintersport unweigerlich zu gute kommen.

  • 2. Sonne

    Wenn der Spätshopbetreiber des Vertrauens schon bemerkt, dass man in einer Woche doch ganz gut an Farbe gewonnen hat, kann das Wetter nicht all zu schlecht gewesen sein. Drei tolle Sonnentage in den Alpen, und die Bräune steht einem (Vorsicht: Kalauer) ins Gesicht geschrieben.

  • 1. Skifahren

    Ja, liebe Funsportfetischisten auf einem Brett: Ich bin einer dieser zeitlosen Klassiker, der die Teilung der Füße in zwei seperat bewegliche Apparate begrüßt. Und genieße es, durch leichten Druck der Knie nach innen den Hang zur Kurve zu machen. Ein Schwung da, über den Hügel, kurzer Sprung, Schwung, Schuss, der Powder schwebt in einer Wolke hinter mir den Hang hinunter und die Welt ist schön. Dieses knartschende Geräusch des unter meine Kanten gepressten Schnees, ein leichtes Fffft des Skistocks in den Kurvenmittelpunkt (So, werte nordischen Geher, muss sich das anhören!), und ein harrsches Krrr beim Abbremsen unten am Lift. Das Licht der Sonne auf 3000 Metern über dem Meeresspiegel, Die Gebirgsmassive um einen herum, die Bäche, Täler und Almen. Der Geruch nach frischem Schnee, herzhafter Lasagne und süßem Germknödel. Das Zittern der Oberschenkel nach der fünften Abfahrt, die Erleichterung der Füße, abens aus den Skischuhen zu steigen und dieses tote Gefühl einer zu kalten Nase. Oh ja. Immer wieder gerne.

Und jetzt bitte Sommer.

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Premier League 2006/2007 http://topfives.org/2006/premier-league-20062007/ http://topfives.org/2006/premier-league-20062007/#comments Sun, 12 Nov 2006 21:28:17 +0000 Armin http://www.topfives.org/2006/premier-league-20062007/ OK, OK, sowas hatten das letztes Jahr schon (You’ll Never Walk Alone), aber im Fernsehen wird ja auch immer alles wiederholt. Warum also nicht auch hier? Die ersten 12 Spieltage sind vorbei, da lassen sich Schluesse ziehen und Prognosen erstellen.

  • 5. Liverpool

    Tut mir ja weh, aber bei so einem Start ist einfach nicht mehr drin. Genug gute Spieler haben sie ja, Benitez ist auch nicht ganz doof, aber irgendwie wird das seit Jahren (von dem Champions League Sensationssieg mal abgesehen) nichts. Ich fuerchte auch dieses Jahr nicht.

  • 4. Aston Villa

    Martin O’Neill. MON. Enough said. The man’s a genius. Grosse Erfolge mit Celtic, dann ein Jahr Pause um sich um seine kranke Frau zu kuemmern und hat jetzt Villa uebernommen. Auf Anhieb Champions League Platzierung wird schwer werden, aber ich glaube er wird’s schaffen.

  • 3. Arsenal

    Muessen sich erst noch an’s neue Stadion gewoehnen, deshalb nur Dritter. Aber naechstes Jahr sollten sich Chelsea und ManU warm anziehen. Junges Team mit guten Aussichten.

  • 2. Chelsea

    Immer noch der Massstab. Aber dieses Jahr muss die Champions League gewonnen werden (hoffentlich nicht auf Kosten von Werder), da kann es schon mal den einen oder anderen Ausrutscher in der Liga geben. Ausserdem muessen die neuen Spieler (Shevchenko, Ballack und Konsorten) erst noch zusammenwachsen.

  • 1. ManU

    Sir Alex scheint endlich wieder die richtige Formel gefunden zu haben, zumindest in der Liga sehr ueberzeugend. Trotz wildester Spekulationen in Presse und Blogs spielen Ronaldo (Christiano, der aus Portugal. Nicht der aus Brasilien.) und Rooney immer noch zusammen. Selbst Solskjaer (ja, liebe Bayern Fans, der Solskjaer) schiesst wieder Tore. Es wird knapp, aber ich halte den Titel trotz Chelsea’s Millionen fuer moeglich.

Ach ja, die SPL schenk ich mir dieses Jahr. Le Guen wird noch ein bisschen Zeit brauchen bis er mit Rangers eine Chance hat. Bei Hearts stottert’s auch ein bisschen nach der letzten Supersaison. Wer soll da 15 Punkte Vorsprung von Celtic aufholen?

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Jetzt geht wieder alles von vorne los http://topfives.org/2006/jetzt-geht-wieder-alles-von-vorne-los/ http://topfives.org/2006/jetzt-geht-wieder-alles-von-vorne-los/#comments Tue, 11 Jul 2006 16:37:57 +0000 einbecker http://www.topfives.org/2006/jetzt-geht-wieder-alles-von-vorne-los/ (Tocotronic). Ja, ruhig war es hier in letzter Zeit. Das hatte jedoch keineswegs (na gut, hoffen wir doch mal ein bisschen) mit meinen Klausuren zu tun, die noch kommen werden — denn auch der Rest der Herren und Dame Mitblogger ist ein wenig in Stasis verfallen.

Während der WM lief Top 5 nur auf Sparflamme, und das hatte einen einfachen Grund: Große Schreiberlinge wie Mo, Lena, Malte und Co.und Videokünstler wie Toni Mahoni haben bereits alles gesagt. Nun ja, nicht alles, aber immer schön zeitnah, wie wir hier nicht sind und auch gar nicht unbedingt immer sein wollen.

Hier also eine kleine Retrospektive zur WM:

  • 5. Was wir nicht vermissen müssen…

    …schrieb schon der Herr Niemeyer auf und muss deshalb hier nicht weiter dikutiert werden.

  • 4. Stadionbesuche

    Yes. Ich war dabei. Kann meinen Kindern und Enkeln und Tanten erzählen, dass ich es live gesehen habe: Das wohl langweiligste Spiel der WM. 32 Euro waren nötig, um es halbwegs erträglich zu machen (Umrechnungskurs 1€ : 1/4 Bier). Um so erstaunlicher, wie ein gefülltes Olympiastadion es tatsächlich schaffte, trotzdem gute Stimmung zu machen — auch wenn bei jedem Herthaheimspiel versucht wird, den Gegenbeweis zu liefern.

  • 3. Spieler vs. Mannschaft

    Sie versuchen uns ja breit (und weit!) zu erklären, dass die einzelnen Spieler nichts mehr bedeuten. Das das Kollektiv, was auch immer das bedeutet (nachgeschlagen haben sie ja eh nicht), auferstanden ist und die Genialität Einzelner erdrückt. Stimmt aber nicht: Eine Einwechslung von David Odonkor bringt dem deutschen Team mehr als Jan Ulrichs Eigenblutpräperate (noch nicht mal richtig dopen kann der!). Brasilien scheidet aus, weil Ronaldinho eben nicht Pele ist. Frankreich verliert, weil Trezeguet zu nervös ist, 379 Quadratzentimeter in 178.608 Quadratzentimetern unterzubringen. Italien gewinnt, weil Materazzi die bessere Beleidigung parat hatte (siehe auch: Monkey Island). Und Frankreich wird doch noch Weltmeister, weil der Zizu das hier bestimmt von langer Hand geplant hat. Schlitzohr, der.

  • 2. Public Viewing

    Leipzig, Berlin, Köln, egal: wo man auch hinkam, war es perfekt. Spanische Trompeter, die die deutsche Nationalhymne tröten. Engländer, die einem nach zu vielen Bieren zugeben, dass der Ball ‘66 wohl doch nicht drin war. Und mit denen man heute noch befreundet ist, obwohl man sie nur einmal in Leipzig getroffen hat. Und dann nochmal, im Stadion. Zufälle gibts. Jedenfalls war die Stimmung, abgesehen von unsinnigen “Nie wieder Pizza!”-Rufen und -fern, wirklich grandios, so dass ich als alter Verachter des Nationalismus trotzdem irgendwie froh bin, wie das ganze hier ablief. Hut(h) ab!

  • 1. Deutschland

    Zuallerst das Nationalteam: Der erfrischenste Fußball dieses Turnier, wer hätte es vorher für möglich gehalten, wurde von Deutschland gespielt. Und wir hatten keinen Kapitän, der andere angreift. Und wir hatten den 1b-besten Torwart. und Philip Lahm. Und die zuvor so gescholtene Innenverteidigung. Und Frings, der nur einmal nicht dabei war (wo wohl?). Und Balack, den wohl unterbewertetsten Mittelfeldspieler in Deutschland (Oh, Chelsea). Und den Sturm. (Von Friedrich rede ich einfach nicht). Ach so: Und der Rest, 82 Mio Deutsche, Deutschtürken, Türkendeutsche, Griechischdeutsche, Fandeutsche, Bierdeutsche, Freundlichdeutsche(!), Feierdeutsche(!), Guteverliererdeutsche(!). Ich bin ja sogar kurz davor zu sagen, stolz Deutscher zu sein, so toll waren die letzten vier Wochen. Naja, fast.

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Was man nach der WM nicht vermissen muss http://topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/ http://topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/#comments Sun, 04 Jun 2006 14:55:46 +0000 JC Niemeyer http://www.topfives.org/2006/was-man-nach-der-wm-nicht-vermissen-muss/ Es dauert nicht mehr lange und sie ist endlich zu Gast bei ihren Freunden, die Welt. Zum Glück, denn dann sind es nur noch ein paar Wochen, bevor der Spuk vorbei ist. Goleo und der bekloppte Ball werden in Rente, England wird Weltmeister geworden und der Fußball-Hype vorbei sein. Wie bei allen großen Sportturnieren ist davon auszugehen, dass die Zuschauer den Mannschaften die Daumen drücken, die Spannung in der Verlängerung oder beim Elfmeterschießen kaum ertragen können, sich mit den Siegern freuen und tragische Niederlagen bedauern werden. Deshalb ist Fußball immer noch wichtig, aber seien wir doch ehrlich: Inzwischen nervt die allgegenwärtige Vorfreude doch ein wenig. Fünf Dinge, die man nach der Weltmeisterschaft nicht vermissen muss:

  • 5. Fahnen

    Ständig begegnen einem als Verkehrsteilnehmer momentan beflaggte Autos. Man könnte fast glauben, in der ganzen Republik fände irgendein Gipfeltreffen statt. Aber weshalb sollten Diplomaten und Staatsmänner ihre dunklen Limousinen gegen rostige Kleinwagen und Handwerkerbullis eingetauscht haben? Haben sie natürlich nicht, es sind Fußballfans, die Flagge zeigen. Nach der WM haben sie ausgedient und kommen in den Keller (die Fahnen). Weil übermäßige Beflaggung in Deutschland seit gut sechzig Jahren nicht besonders populär ist, wird sie niemand vermissen.

  • 4. Countdowns

    Schuld an der Fahnenverbreitung ist der Einzelhandel, der sich in Sachen WM ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert. Weiteres Beispiel: Elektrische Countdowns wo man hinsieht. Ein Countdown in der Getränkeabteilung, einer bei den Süßigkeiten, Countdowns hier, Countdowns da, Countdowns überall. Leute, so eine Weltmeisterschaft ist kein Raketenstart! Weg mit den Teilen, den 9. Juni kann man sich auch so merken.

  • 3. Fußballprodukte, weit hergeholte

    Wer hat verlangt, seinen Halbzeit-Hunger mit Weltmeister-Wurst und seinen Dribbel-Durst mit einem Getränk aus der Fan-Flasche stillen zu können? Niemand? Eben.

  • 2. Wildcard

    <insert your personal Ärgernis here>

  • 1. Die FIFA

    Den Weltfußballverband muss man auch nicht vermissen. Die Truppe hat schließlich kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sich unbeliebt zu machen. Nein, keine Klagen über Hyundai-Aufkleber an Mercedes-Bussen, aber man denke bitte an die unmögliche Vergabepraxis für Eintrittskarten, den Versuch der – vorsichtig formuliert – total bescheuerten Sprachregelung und die Drohgebärden gegenüber Kiosken in Stadionnähe, die es wagen, Produkte zu bewerben, die nicht von offiziellen Werbepartnern hergestellt werden. Gut, dass die Herrschaften bald woanders ihr Unwesen treiben.

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WM 2006 http://topfives.org/2006/wm-2006/ http://topfives.org/2006/wm-2006/#comments Tue, 07 Feb 2006 12:40:14 +0000 einbecker http://www.topfives.org/2006/wm-2006/ Wie jeder weiß, geht bald die WM los. Die Weltmeisterschaft? Es sind so einige dieses Jahr, und bei nicht allem geht es um viel Geld und 22 Paar Beine:

  • Spätestens seit der Dude die Bowlingkugel personifizierte, ist das Rollen einer Kugel mit Löchern wie ein Schweizer Käse auch wieder in der Jugendkultur angekommen. Höchste Zeit, sich für den World Cup zu qualifizieren, der vom 23. bis 24. September in Seoul stattfindet.

  • Wem Bowling nicht exotisch genug und Baseball einfach zu verbreitet, der sollte sich mit der Finnischen Version des Stock-gegen-Ball-Schlagens anfreunden. Die Liga in Deutschland ist etwas unterbesetzt (die Südteams wurden grade zu einer Südmacht zusammengesetzt), es sollte also noch ein Plätzen frei sein im WM-Kader, der passenderweise nur nach München reisen muss.

  • Warst Du früher auch viel besser an der Seitenlinie als im Sechzehner? Eher vom Typ dicke Hornbrille als dicke Waden? Informatik- oder Etechnikstudent? Dann auf zum Computerspiel der Neuzeit, bei dem Du deinen Roboterhund gegen andere autonome Agenten (hat nichts mit der linken Szene zu tun) antreten kannst. Dieses Jahr in Bremen.

  • Wenn Gewalttätiges für Dich nicht zu abschreckend ist, dann könnten die Mittelalterwettspiele Armbrust-WM etwas für Dich sein. Der Austragungsort ist zwar in ?ñsterreich, dafür aber immerhin in Steyr, wo es die passende AUG gleich zu kaufen gibt. Kombatanden der Neuzeit, hier ist Euer Wettkampf!

  • Mit vergifteten Kirschkernen wurde zwar noch nie jemand umgebracht, aber von der Wucht eines 21,7 Meter weit gespuckten Kirschkerns kann schon ein mittlerer Grashalm einknicken. Deshalb ist in Düren dieses Jahr Obacht angebracht, wenn die Spucker anmarschieren, um den genormten Kern in die optimale Flugbahn zu befördern. Ein gewisser Effet entgegen der Erddrehung, so versichterte mir ein Teilnehmer vergangener Wettkämpfe, ist dabei eindeutig von Vorteil.

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