War Shanghai noch die Stadt der »Eindrücke« so ist Peking definitiv die Stadt der Sehenswürdigkeiten. Hier die Highlights, die man nicht verpassen sollte:
5. Underground City
Sicher kein »China Highlight«, was in irgendwelchen Reiseführern unbedingt empfohlen wird — aber die Sehenswürdigkeit, die die chinesische Mentalität vielleicht besser beschreibt als verbotene Stadt, Mauer und die Hochhäuser von Pu Dong zusammen. Viel zu sehen gibt es nicht, aber zu erahnen: Eine Stadt unter der Stadt. In den 60ern erbaut, als Chinesen und Russen plötzlich keine Brüder sondern Gegenspieler waren und sich die chinesische Regierung dachte: Die Anderen fliegen ins all, unsere Zukunft liegt unter der Erde. In Ermangelung von Werkzeugen und Überfüllung mit menschlichen Arbeitskräften grub man ein Stollensystem eben per Hand. Nicht irgendeins: Unter ganz Peking. Und Shanghai. Und Nanjing. Und… Ach so: Verbunden, natürlich. Ab und an mit Grundwassereinbrüchen oder Belüftungsproblemen, überall aber »like a snake«, weil man ja nichts hatte, was einem die Richtung sagte. Unbenutzbar im Ernstfall, aber riesig in den Ausmaßen.
4. Der Platz des *hüstel* himmlischen Friedens
Der größte Platz der Welt. Hier nur ein kleiner Ausschnitt, unten rechts auf dem Foto zu erkennen. Außer viel Beton gibt es auch noch eine große Warze mit einem noch größeren Mao zu sehen, der am Tiananmen-Tor hängt, auf das man keine Feuerzeuge mitnehmen darf. Dahinter dann die verbotene Stadt, welche doch interessanter ist als die Betonwüste davor.
3. Pekingente
In Peking ist Ente etwas anderes als im Rest der Welt: Nämlich Pfannkuchen, ein bisschen Gemüse und Plaumensoße in Wrapform. Ach so, noch ein bisschen Ente, jedoch nur die Haut — mit dem Fleisch wird später gesättigt. Xio Wang bereitete unsere hervorragend zu, sollte aber vom Lonely Planet verlangen, eine bessere Anfahrtsbeschreibung zu bekommen.
2. Verbotene Stadt / Sommerpalast
Zwei Palastanlagen auf unglaublicher Fläche, die sich jedoch massiv unterscheiden, denn zwischen den Palasthäusern befindet sich beim einen flache Steine für Versammlungen, beim anderen Wasser und Berge, was das ganze trotz Besuchermassen zu einem Erholungsausflug macht. Gesehen haben sollte man aber wirklich beide, denn die schiere größe der Anlagen (nicht jedoch der Gebäude selbst) ist atemberaubend, wenn die Kondition nicht reicht.
1. Mauer
Während die deutsche Variante weitesgehend aus dem Landschaftsbild verschwunden ist, verstehen es die Chinesen, aus ihrem (nicht aus dem Weltall sichtbaren) Bauwerk mehr Kapital zu schlagen. Überall Stände, Verkaufsläden und Kinder, die Dir Bier und Tshirts verkaufen wollen — selbst in den Regionen, die als »weniger« touristisch gelten. Trotzdem ist die Mauer unbedingt sehenswert: Die umliegende Landschaft ist schön, rau und darauf diese Art von riesigem, 5000km langem Schutzgürtel zu bauen, unerreicht.
(Bessere und mehr Fotos gibt es a) eh im Internet b) bald bei meinem Flickr-Account)

Drei Wochen China, davon mehr als eine (insgesamt) in Shanghai, als Start-, Zwischen- und Endpunkt. Paris des Ostens, modernste Stadt, wenn wir Hong Kong außen vor lassen. Wer Fakten will, gehe bitte
In dieser Stadt wird man erschlagen von Fahrzeugen. Gefühlte zwei Taxen pro Einwohner, allesamt VW Santana, verstopfen die Straßen und machen ausgiebig von der Hupanlage gebrauch. Die Gehwege sind ebenso verstopft, weil neben den normalen Menschenströmen auch noch an allen Ecken »Rolex watch, DVD, bag« angeboten wird. »Pssst, Sex Movie«. Den krassen Gegensatz bietet die Schwebefahrt von und zum Flughafen: Gefühlte 80, reale 431 km/h, in einem Wagen, der einem leeren ICE nicht unähnlich ist. Transrapids darf es gerne häufiger geben.
Das gute an einem Tourguide, der schon seit 6 Monaten in der Stadt lebt ist, dass dieser schon seit 6 Monaten in der Stadt lebt. Was mit sich führt, dass gute und günstige Restaurants frequentiert werden — japanisch, indisch, Hot Pot, Food Court. Die Vielfalt beim Essen und auch die Art der Zusichnahme rechtfertigen, hierauf noch einmal später zu kommen. 
Es ist, von ein paar Orten abgesehen, ganz egal, wo in China man sich aufhält. Denn das wichtigste ist einfach, diese andere Strömung zu spüren, die durch die Straßen zieht. Diese wird sich ändern, in Peking ist sie eher traditionell, in Shanghai am Puls der kapitalistischen Welt (aber genauso weit von der demokratischen entfernt). An anderen Orten gibt es zum Teil atemberaubende Sehenwürdigkeiten, Shanghai bietet vor allem Shanghai — was als Gesamtwerk »erlebt« werden sollte.
1 Kommentar // Schür: Mir ist neulich erst bewusst geworden, dass Beijing der Name für Peking ist. Bisher hielt ich es im…