Thema »Fussball«

Premier League 2006/2007

von Armin am 12.11.2006

6 Kommentare // Armin: Whooohooo, so schlecht kann die SPL ja nicht sein, gerade hat Celtic in der "Battle of Britain" (Fol…// Armin: Klar interessieren sich welche fuer die SPL: Ich zum Beispiel. So als jahrelanger Celtic Supporter g…// Karsten: ManU kann sich nach dem sensationellem Carling Cup aus (siehe mein Blog) zumindest wieder mehr auf d…// Armin: Pssst, nicht wirklich. Du kennst die Szene aus der Disco in Trainspotting?// Schür: Ihr redet über Fußball, was? // […]

OK, OK, sowas hatten das letztes Jahr schon (You’ll Never Walk Alone), aber im Fernsehen wird ja auch immer alles wiederholt. Warum also nicht auch hier? Die ersten 12 Spieltage sind vorbei, da lassen sich Schluesse ziehen und Prognosen erstellen.

5. Liverpool
Tut mir ja weh, aber bei so einem Start ist einfach nicht mehr drin. Genug gute Spieler haben sie ja, Benitez ist auch nicht ganz doof, aber irgendwie wird das seit Jahren (von dem Champions League Sensationssieg mal abgesehen) nichts. Ich fuerchte auch dieses Jahr nicht.

4. Aston Villa
Martin O’Neill. MON. Enough said. The man’s a genius. Grosse Erfolge mit Celtic, dann ein Jahr Pause um sich um seine kranke Frau zu kuemmern und hat jetzt Villa uebernommen. Auf Anhieb Champions League Platzierung wird schwer werden, aber ich glaube er wird’s schaffen.

3. Arsenal
Muessen sich erst noch an’s neue Stadion gewoehnen, deshalb nur Dritter. Aber naechstes Jahr sollten sich Chelsea und ManU warm anziehen. Junges Team mit guten Aussichten.

2. Chelsea
Immer noch der Massstab. Aber dieses Jahr muss die Champions League gewonnen werden (hoffentlich nicht auf Kosten von Werder), da kann es schon mal den einen oder anderen Ausrutscher in der Liga geben. Ausserdem muessen die neuen Spieler (Shevchenko, Ballack und Konsorten) erst noch zusammenwachsen.

1. ManU
Sir Alex scheint endlich wieder die richtige Formel gefunden zu haben, zumindest in der Liga sehr ueberzeugend. Trotz wildester Spekulationen in Presse und Blogs spielen Ronaldo (Christiano, der aus Portugal. Nicht der aus Brasilien.) und Rooney immer noch zusammen. Selbst Solskjaer (ja, liebe Bayern Fans, der Solskjaer) schiesst wieder Tore. Es wird knapp, aber ich halte den Titel trotz Chelsea’s Millionen fuer moeglich.

Ach ja, die SPL schenk ich mir dieses Jahr. Le Guen wird noch ein bisschen Zeit brauchen bis er mit Rangers eine Chance hat. Bei Hearts stottert’s auch ein bisschen nach der letzten Supersaison. Wer soll da 15 Punkte Vorsprung von Celtic aufholen?

Jetzt geht wieder alles von vorne los

von einbecker am 11.07.2006

5 Kommentare // le chrizz: zu 4. : Wann, außer gegen Bayern, ist das Olympiastadion denn auch ausverkauft? :-) Hatte leider…// einbecker: Danke, danke. Und Stefan: Das fast gehört bei mir wirklich kursiv. Werde ich _nie_ über Lippen bri…// Armin: Ich glaube, wir (”die Deutschen”) haben uns im Ausland verdammt gut verkauft, auch wenn es unter…// Schür: Klasse Beitrag! Ich habe die Stimmung ganz ähnlich wahrgenommen, nur habe ich mir das 32-EUR-Ukrain…// Stefan: Endlich ein neuer Beitrag, und was für einer, die beitragsinterne Stimmung überschlägt sich ja ge…

(Tocotronic). Ja, ruhig war es hier in letzter Zeit. Das hatte jedoch keineswegs (na gut, hoffen wir doch mal ein bisschen) mit meinen Klausuren zu tun, die noch kommen werden — denn auch der Rest der Herren und Dame Mitblogger ist ein wenig in Stasis verfallen.

Während der WM lief Top 5 nur auf Sparflamme, und das hatte einen einfachen Grund: Große Schreiberlinge wie Mo, Lena, Malte und Co.und Videokünstler wie Toni Mahoni haben bereits alles gesagt. Nun ja, nicht alles, aber immer schön zeitnah, wie wir hier nicht sind und auch gar nicht unbedingt immer sein wollen.

Hier also eine kleine Retrospektive zur WM:

5. Was wir nicht vermissen müssen…
…schrieb schon der Herr Niemeyer auf und muss deshalb hier nicht weiter dikutiert werden.

4. Stadionbesuche
Yes. Ich war dabei. Kann meinen Kindern und Enkeln und Tanten erzählen, dass ich es live gesehen habe: Das wohl langweiligste Spiel der WM. 32 Euro waren nötig, um es halbwegs erträglich zu machen (Umrechnungskurs 1€ : 1/4 Bier). Um so erstaunlicher, wie ein gefülltes Olympiastadion es tatsächlich schaffte, trotzdem gute Stimmung zu machen — auch wenn bei jedem Herthaheimspiel versucht wird, den Gegenbeweis zu liefern.

3. Spieler vs. Mannschaft
Sie versuchen uns ja breit (und weit!) zu erklären, dass die einzelnen Spieler nichts mehr bedeuten. Das das Kollektiv, was auch immer das bedeutet (nachgeschlagen haben sie ja eh nicht), auferstanden ist und die Genialität Einzelner erdrückt. Stimmt aber nicht: Eine Einwechslung von David Odonkor bringt dem deutschen Team mehr als Jan Ulrichs Eigenblutpräperate (noch nicht mal richtig dopen kann der!). Brasilien scheidet aus, weil Ronaldinho eben nicht Pele ist. Frankreich verliert, weil Trezeguet zu nervös ist, 379 Quadratzentimeter in 178.608 Quadratzentimetern unterzubringen. Italien gewinnt, weil Materazzi die bessere Beleidigung parat hatte (siehe auch: Monkey Island). Und Frankreich wird doch noch Weltmeister, weil der Zizu das hier bestimmt von langer Hand geplant hat. Schlitzohr, der.

2. Public Viewing
Leipzig, Berlin, Köln, egal: wo man auch hinkam, war es perfekt. Spanische Trompeter, die die deutsche Nationalhymne tröten. Engländer, die einem nach zu vielen Bieren zugeben, dass der Ball ‘66 wohl doch nicht drin war. Und mit denen man heute noch befreundet ist, obwohl man sie nur einmal in Leipzig getroffen hat. Und dann nochmal, im Stadion. Zufälle gibts. Jedenfalls war die Stimmung, abgesehen von unsinnigen “Nie wieder Pizza!”-Rufen und -fern, wirklich grandios, so dass ich als alter Verachter des Nationalismus trotzdem irgendwie froh bin, wie das ganze hier ablief. Hut(h) ab!

1. Deutschland
Zuallerst das Nationalteam: Der erfrischenste Fußball dieses Turnier, wer hätte es vorher für möglich gehalten, wurde von Deutschland gespielt. Und wir hatten keinen Kapitän, der andere angreift. Und wir hatten den 1b-besten Torwart. und Philip Lahm. Und die zuvor so gescholtene Innenverteidigung. Und Frings, der nur einmal nicht dabei war (wo wohl?). Und Balack, den wohl unterbewertetsten Mittelfeldspieler in Deutschland (Oh, Chelsea). Und den Sturm. (Von Friedrich rede ich einfach nicht). Ach so: Und der Rest, 82 Mio Deutsche, Deutschtürken, Türkendeutsche, Griechischdeutsche, Fandeutsche, Bierdeutsche, Freundlichdeutsche(!), Feierdeutsche(!), Guteverliererdeutsche(!). Ich bin ja sogar kurz davor zu sagen, stolz Deutscher zu sein, so toll waren die letzten vier Wochen. Naja, fast.

Was man nach der WM nicht vermissen muss

von JC Niemeyer am 04.06.2006

5 Kommentare // einbecker: Freilos ist natürlich etwas missverständlich, bedeutet dieses doch (wiederum im Sport) das das Los…// Hr. Niemeyer: Die omnipräsente Produktpräsentation mit WM-Bezug war es auch, Bastian, die mich dazu brachte, die…// Sumi: Hallo Herr Niemeyer! Zunächst einmal und weil das mein erster Kommentar zu einem Ihrer Texte i…// Armin: Gibt's diese Flaggen an den Autos also bei Euch auch? Hier kamen die Dinger vor ein paar Jahren auf …// Bastian: Für mich ist die Werbung die einem von jeder Ecke her anspringt weil jeder Idiot versucht seine Sac…

Es dauert nicht mehr lange und sie ist endlich zu Gast bei ihren Freunden, die Welt. Zum Glück, denn dann sind es nur noch ein paar Wochen, bevor der Spuk vorbei ist. Goleo und der bekloppte Ball werden in Rente, England wird Weltmeister geworden und der Fußball-Hype vorbei sein. Wie bei allen großen Sportturnieren ist davon auszugehen, dass die Zuschauer den Mannschaften die Daumen drücken, die Spannung in der Verlängerung oder beim Elfmeterschießen kaum ertragen können, sich mit den Siegern freuen und tragische Niederlagen bedauern werden. Deshalb ist Fußball immer noch wichtig, aber seien wir doch ehrlich: Inzwischen nervt die allgegenwärtige Vorfreude doch ein wenig. Fünf Dinge, die man nach der Weltmeisterschaft nicht vermissen muss:

5. Fahnen
Ständig begegnen einem als Verkehrsteilnehmer momentan beflaggte Autos. Man könnte fast glauben, in der ganzen Republik fände irgendein Gipfeltreffen statt. Aber weshalb sollten Diplomaten und Staatsmänner ihre dunklen Limousinen gegen rostige Kleinwagen und Handwerkerbullis eingetauscht haben? Haben sie natürlich nicht, es sind Fußballfans, die Flagge zeigen. Nach der WM haben sie ausgedient und kommen in den Keller (die Fahnen). Weil übermäßige Beflaggung in Deutschland seit gut sechzig Jahren nicht besonders populär ist, wird sie niemand vermissen.

4. Countdowns
Schuld an der Fahnenverbreitung ist der Einzelhandel, der sich in Sachen WM ohnehin nicht mit Ruhm bekleckert. Weiteres Beispiel: Elektrische Countdowns wo man hinsieht. Ein Countdown in der Getränkeabteilung, einer bei den Süßigkeiten, Countdowns hier, Countdowns da, Countdowns überall. Leute, so eine Weltmeisterschaft ist kein Raketenstart! Weg mit den Teilen, den 9. Juni kann man sich auch so merken.

3. Fußballprodukte, weit hergeholte
Wer hat verlangt, seinen Halbzeit-Hunger mit Weltmeister-Wurst und seinen Dribbel-Durst mit einem Getränk aus der Fan-Flasche stillen zu können? Niemand? Eben.

2. Wildcard
<insert your personal Ärgernis here>

1. Die FIFA
Den Weltfußballverband muss man auch nicht vermissen. Die Truppe hat schließlich kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sich unbeliebt zu machen. Nein, keine Klagen über Hyundai-Aufkleber an Mercedes-Bussen, aber man denke bitte an die unmögliche Vergabepraxis für Eintrittskarten, den Versuch der - vorsichtig formuliert - total bescheuerten Sprachregelung und die Drohgebärden gegenüber Kiosken in Stadionnähe, die es wagen, Produkte zu bewerben, die nicht von offiziellen Werbepartnern hergestellt werden. Gut, dass die Herrschaften bald woanders ihr Unwesen treiben.

Wer ist eigentlich Ole?

von einbecker am 18.01.2006

6 Kommentare // Lena: Fufball ift doof.// Schür: Fußball und Coke Light machen mir Angst.// Armin: Some people believe football is a matter of life and death. I'm very disappointed with that attitud…// Jan: Eckfahne, Olé!// einbecker: Das Spiel dauert 90 Minuten! // […]

Und warum rufen die ganzen Fußballfans nach ihm? Gut, ich werde auch einer der Bekloppten und Bescheuerten sein, die im Sommer fußballverrückt durch den deutschen Alltag geistern. Aber die Vorfreude auf dieses Ereignis wird doch arg getrübt durch die werten Verantwortlichen.

5. Stadionsicherheit
Wir wissen es doch alle: Die deutsche Ingenieurskunst, das ist die beste der Welt — genau wie unsere Torhüter. Spätestens seit 2002 weiß man allerdings, das das ganz schön weit hergeholt ist, und sollten kleinere Brötchen backen (wie war das nochmal mit den Weltmeisterbrötchen, Herr Klinsmann?). Und auch die Stadien, sagt die Stiftung Stadiontest, sind nicht sicher. Immerhin wird die Sache jetzt kreativ angegangen: In Nürnberg beispielsweise hüpften 150 Fans, um zu sehen, wo der Putz bröckelt.

4. große Sause
Danach war eigentlich ganz Berlin — und nun wurde sie abgesagt. Der Rasen ist schuld, sagt die FIFA. Das es aber nur der vor dem Reichstag ist, der wegen Bewässerungsanlagen nicht bespielt werden darf, verschweigen sie. Nun feiert Berlin mit FIFA-Zuschuss aber ohne ebenselbige in der Stadt. Was ja eh irgendwie sympathischer ist.

3. Tickets
60% der Fans sind keine Fans. Sondern Verbraucher, die auf plumpe Werbemaßnahmen der Großsponsoren reingefallen sind: Sie gehen 5 Mal die Woche bei McDonalds einkaufen, trinken nur noch Coke Light und bezahlen auch Kleinstbeträge mit der Mastercard. Weil das alles nichts nützt, geben sie dann lieber der FIFA ein zinsloses Darlehen in Millionenhöhe, sparen aber immerhin die Auslösegebühr am Ende.

2. Goleo
Der »WM-Song« geht zwar eigentlich nicht wirklich — er hätte aber auch schlimmer kommen können, wenn man sich die Beispiele Pille, Paule und Goleo betrachtet. Ich will jetzt wirklich nichts über die fehlende Hose sagen, aber zumindest zu den Smileys kann ich im LSD-Gedächtnisjahr nur gratulieren.

1. Fußball
Ach ja, da war noch was. Das runde muss in das Eckige, das Spiel ist aus, wenn der Schiri pfeift, der Ball ist rund, am Ende gewinnen immer die Deutschen. Wer auch immer wie viel klein-klein spielt, irgendwie freue ich mich ja schon drauf. Und vielleicht kriegen »wir« das all zu pathetische Motto ja sogar hin…

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