Top Fives » Orlando http://topfives.org »So you've got a list here of 5 things you'd do if qualifications and time and history and salary were no object.« Sat, 10 Apr 2010 05:42:39 +0000 en hourly 1 Schlechte Werbung http://topfives.org/2008/schlechte-werbung/ http://topfives.org/2008/schlechte-werbung/#comments Tue, 19 Feb 2008 00:00:25 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/schlechte-werbung/ Gibt es nicht, ich weiß das nur zu gut. Denn zwar besitze ich einen Fernseher, doch sobald Produktinformation läuft, zappe ich weg. Der wortwörtliche Adblock-Thumbnail ist eben auch ein Ritual. Dennoch, manchem entgeht man nicht.

  • Mädchenhändler werben ihre Opfer immer häufiger im Internet über Jobangebote und Chatrooms an.
    Schlimme Sache. Aber Hilfe naht am Seitenende.
    Aktuelle Stellenangebote im Online-Portal des Standards.
    .oO(Senden Sie uns Ihren bebilderten Lebenslauf – und die Reisedokumente im Original)

  • 4. Ricola

    Gegen Chweizer Chräuterzucker verblassen selbst Gugelhupf-Operettenliga-Sisi-Melange-Klischees. »Wer hat’s erfunden?« ist nicht die Frage, sondern »Wer kennt einen nicht stigmatisierten Schweizer?«

  • »V« wie Flügel. Ganz tolle Idee, Folksbank. Leistet man der Züchtung neuer PISA-Idioten doch gekonnt FVorschub, weil man sich irgendwie doch nicht traut, das Sujet passend zur ersten Szene mit einem »V wie Vögeln« zu präzisieren. F-Word-Pun intended.

  • Wirkt angeblich gegen Verdauungsprobleme und macht den stockenden Magen-Darm-Trakt zum Fallrohr.

    Activia enthält die speziell von Danone ausgewählte Kultur Acti Regularis, die aktiv für das Gleichgewicht des Verdauungssystems sorgt.

    So muss man Essen heutzutage bewerben: Asche zu Danone, Activia zu Kacktivia.

    Activia ist besonders mild und cremig und somit eine sanfte Alternative, um sich wieder wohler zu fühlen.

    Cremig entspannen. Herrlich!

  • 1. QVC

    Die Corporate Identity und überhaupt alles scheint ein Widerhall aus den 1980ern zu sein. Meine Güte, dieser Sender überschreitet jegliche Fremd­peinlich­keits­schwelle. Doch das Programm ist immer live und dann manchmal richtig gut.

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Falco († 06.02.1998) http://topfives.org/2008/falco/ http://topfives.org/2008/falco/#comments Tue, 05 Feb 2008 23:30:50 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/falco/ Johann Hölzel war für mich so viel mehr als ein verkannt arroganter Popbarde, die Kunstfigur »Falco« mit all ihrer aufgesetzten Überheblichkeit die schier übermächtige Verkörperung eines Marvel-Comics. Intelligent, humorvoll, betroffen, kritisch, sensibel, exaltiert eben und zu alledem Whitexploitation-Literat und deutschsprachige Rap-Legende. Groß für einen Einzelnen, zu groß für dieses Land.

Von unten sieht Niveau manchmal aus wie Arroganz.

Von der Schickeria nie geliebt feiert er posthum ein Comeback in Form von C-Promis, die sich mit Anekdoten über »den Hans« wichtig machen und das, ja, selbst bei der akustischen Umweltverschmutzung namens Ö3, die ihn mit Häme überhäufte und boykottierte.

Um ihn ein wenig kennenzulernen sollte man ihm zuhören – eines seiner letzten Interviews: Frühstück bei mir: Falco (8,5 MB) – und seinen Texten.

  • Nehmen Sie hoch das Bein, treten Sie ein /
    Unser Tanz, er muss der nächste sein

  • 4. Yah – Vibration (1992)

    Als erstes suche ich nach einem adäquaten Platz /
    die Schönste sucht einstweilen nach geeignetem Ersatz /
    so kommt es, dass die nächste Zeit wir uns sehr wenig sehen /
    wer ein wahrer Sportsmann ist, der wird verstehen

  • The spirit of the money is the sound of the time /
    There’s something coming up to change our mind

  • 2. Wiener Blut (1988)

    … mit Mord und Totschlag haben wir nix am Hut

  • 1. Ganz Wien (1982) – Donauinsel, live. 1993.

    Überhaupt in der Ballsaison /
    Man sieht ganz Wien /
    Is’ so herrlich hin, hin, hin

Netzfundstück: Mash Me Amadeus von DJ Schmolli. (via)

Falcos 10. Todestag. Verdammt, wir leben noch …

Danke.

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Schweizer Rap ist hochwertiges Deutsch für Fortgeschrittene http://topfives.org/2008/schweizer-rap/ http://topfives.org/2008/schweizer-rap/#comments Mon, 04 Feb 2008 01:15:29 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/schweizer-rap/ Die primitiven Kommunikatastrophen des neudeutschen Sprach-Prekariats nerven dermaßen, dass man sie an dieser Stelle gar nicht erwähnen sollte.

Schweizer Flagge Es gibt guten deutschsprachigen Rap und er kommt größtenteils aus der Schweiz. Mund-Art von Kehlkopfakrobaten. Zwar schwere Kost für das gemeine hochdeutsche Gehör, aber mit einiger Übung sehr bekömmlich. Hier also ein Potpourri aus Schwyzer­dütsch für Einsteiger, unterlegt mit feinen Beats.

Die Chweizer, D-A-CH-Westcoast. Gute Musik unter Vermeidung abgedroschener HipHop-Klischees.

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Klassentreffen http://topfives.org/2008/klassentreffen/ http://topfives.org/2008/klassentreffen/#comments Mon, 28 Jan 2008 21:08:37 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/klassentreffen/ Ein Wiedersehen nach zehn Jahren. Als wäre es gestern gewesen. War es schlussendlich auch.

  • 5. Recherche

    Networking-Plattformen und Suchmaschinen eignen sich nicht nur am heutigen europäischen Datenschutztag hervorragend dazu, alte Namen und die zugehörigen Gesichter wiederzufinden. Schulversager mit akademischen Würden via Xing, eine Opernsängerin via Facebook und Hoch­schwanger­zeits­fotos via Google. Mann sollte seiner Frau niemals verbieten, abzulegen. Es sei denn, es handelt sich um ihren Nachnamen.

  • 4. Vorfreude

    Bildungsabschnittspartner, mit denen man, je nach aktueller Vorliebe für das eine oder andere Kaffeehaus einen Großteil der Schulzeit verbracht hat für einige Jahre aus den Augen zu verlieren weckt angesichts eines bevorstehenden Wiedersehens gehörig Vorfreude. Und Neugierde, da die Vorstellungskraft verlässlich versagt, wie man im Anschluss weiß.

  • 3. Wiedersehen

    Beziehungen, Hochzeiten, Kinder, Scheidungen, Karrieren, Hochs, Tiefs, Lebensläufe, Schicksale – alles zunächst irrelevant, sobald man aufeinander zugeht. Es ist, als hätte man eine Dekade in Stase verbracht. Schön, wenn man diese gemeinsame alte Welt hinüberretten kann, in die neue, eigene.

  • 2. Historismus

    Damals, als wir auseinandergingen war einzig und allein die mögliche Zukunft interessant. Heute kennen wir sie und richten den Blick in die entgegengesetzte Richtung. »Wisst ihr noch …?« Alle Bonmots mehrerer Schuljahre in Form einer dreistündigen Remineszenz bedeuten komprimierten Spaß und münden in die Erkenntnis:

  • 1. Dreifaltigkeit

    Menschen ändern sich nicht. Wir werden auch nicht älter; nur unsere besten Geschichten.

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2007: Public Enemy #1 http://topfives.org/2008/2007-public-enemy/ http://topfives.org/2008/2007-public-enemy/#comments Sat, 05 Jan 2008 20:54:08 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/2007-public-enemy/ Unglaublich eigentlich. Auf der Couch lümmelnd der Zufallsplaylist lauschend spricht Chuck D die Worte »That’s right. Public Enemy #1. 20 years.« zu mir und ich kann es zunächst nicht glauben. Kann das sein? 1987? Die akribisch gepflegten iTunes-Metadaten bestätigen ihn. Ich höre seit 20 Jahren Rap.

Guten Rap mit ausgefeilten Texten und einer Botschaft. Public Enemy, politisch, radikal, the black CNN. Native, nicht Indie. Kein Vergleich mit deutscher Ghettobarbarei, deren Protagonisten künftig Fußgängerzonen verunsichern und Passanten mit »Haste Worte?« anschnorren werden. Hier also die Meilensteine zwanzigjährigen Schaffens in Form der besten fünf (von insgesamt zwölf) Alben und deren jeweils besten Tracks.

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Kranktags http://topfives.org/2008/kranktags/ http://topfives.org/2008/kranktags/#comments Tue, 01 Jan 2008 23:05:31 +0000 Orlando http://topfives.org/2008/kranktags/ Was nicht umbringt, macht hart. Dachte ich jedenfalls und sortierte das beiläufige Niesen, die schwindelnde Konzentration und den Arbeitseifer unter Montag ein. Am Dienstag war es dann so weit. Dinge also, die trotz des Krankseins noch möglich sind.

  • 5. TheyTube 1.0

    Oder sich beim Fernsehen ausruhen, wie es die alten Leute nennen. Das Sein über das Tun, den heißen Tee auf, die Füße unter den Couchtisch und den Fernseher anstellen. Rabenschwarze Abgründe in Sozialpornos, eingeborene Musikanten, Gold-Pailletten-Verkaufspersonal – entartete TV-Kultur, wie ein Katholiban sie nennen würde. Würde ich nicht, aber genau sie, die Würde fehlt gänzlich, sohin ich als Zuseher alsbaldig.

  • 4. Schönheit, die im Ohr entsteht

    Musik an. Vertraut heisere Klänge lassen mich im Selbstmitleid schwelgen. Er hat’s auch nicht leicht, der junge Antichrist, wo doch allenthalben an einer konservativen neuen Weltordnung gebastelt wird und uns stürmische Zeiten der Datenschnüffelei ins Haus stehen. Nicht mit mir, lustiger kleiner Mann. Ich stehe lieber beim Darniederliegen.

  • 3. Treiben im Netz

    Feeds verschlingen, Mailinglisten lesen, Foren und Nachrichtenseiten abklappern. Am Blog mit der längsten mir bekannten Tragzeit schrauben. Eine Problem­schwanger­schaft, die erste eigene eben, aber das war ja bei extensivem Fremdgehen nicht anders zu erwarten. Also wieder von vorne, nur, wo war ich noch gleich? href-Philipp-Syndrom und Lost in Hyperspace mit so vielen Ideen wie ich sie mir in diesem Zustand keine zwei Minuten lang merken kann. Die Keimzelle aller social-Dingsbumsens hieß bestimmt Grippr.

  • 2. Mieselsucht

    Die Umgebung, nachdem man sich von ihr benieseln und berieseln ließ bemieseln. Der gesunde Geist im einem gesunden Körper impliziert wohlweislich bereits den Antipoden angemessenen Verhaltens. Wir lassen die besten Geschöpfe dieses Planeten an unserem Schicksal zutiefst Anteil nehmen. Wir leiden expressiv. Wir Männer.

  • 1. Der sich schlurfend ankündigende Gang zum Arzt

    Die Nase rinnt, es brennt das Auge und der Brötchengeber darauf, dies bestätigt zu bekommen. Beweislastumkehr mit Betonung auf Last. Oder Beweis, egal. Hingehen. Anmelden. Warten. Links die nervige kleine Tschackelien, rechts der nur alt aussehende Codein. Gut geschätzte 1.000 Lebensjahre auf gezählten 30 Beinen auf wenig geschätzten 15 Quadratmetern. Mit 38,2 °C und Michael Douglas im Kopf ganz jandlesk Top Fünf(t)er sein.

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