Don’t go back to…

von einbecker

Dalston. Sangen jedenfalls Razorlight an Pete Doherty (Make Doherty History!) gerichtet. Einbeck, müsste es in meinem Fall heißen, auch wenn die dortige Droge ein sehr schmackhaftes Bier ist, auf das ich keinesfalls verzichten möchte. Heute ist es wieder einmal soweit: Die alte Heimat ruft. Fünf Dinge, die man in einem Provinznest nicht erwarten sollte:

  • 5. normale Leute zwischen 20 und 35

    … — denn diese sind ausgeflogen in deutsche, europäische und zum Teil auch südkoreanische Großstädte. Zum Studieren. Zum Spaß haben. Zum Leben.

  • 4. gute Musik

    In Deutschland ist man, Ausnahmen ausgenommen (beat me!), ja durchweg schlechtes Radioprogramm gewohnt. In Kneipen und Diskotheken hingegen kann es aber durchaus gutes Programm geben, denkt man. Au contraire: We’re the Provinz, Baby! Und damit die genaue Zielgruppe der Superhits der 80er, 90er und dem besten von heute!

  • 3. vernünftige Abiturienten

    Eigentlich kennt man sie ja noch von früher… (Ich musste grade eingestehen, dafür zu alt zu sein. Shame on me!) Wir, damals zwar als schlimmster Jahrgang ever verschrien (komischerweise wird das 95,7% aller Jahrgänge gesagt…), waren doch immerhin überdurchschnittlich intelligent erwachsen reif trinkfest. Aber mit der heutigen Jugend… Scheiße. Ich bin alt.

  • 2. alte Freunde

    Ja, No. 5 war gelogen: Es gibt sie, die Leute von früher, die dageblieben sind. Und doch sind sie (und man sich selbst) fremd geworden. Gemeinsam saufen, das funktioniert eigentlich fast genauso gut wie früher. Aber sobald der Pegel etwas unterhalb Oberkante Unterkiefer gehalten wird, geht gerne der Gesprächsstoff aus.

  • 1. Exfreundinnen

    Untergattung von No. 2, aber unvergleichlich schlimmer. Deshalb: No comment!

Trotzdem komme ich gerne zurück, besonders Weihnachten, Ostern und zum Eulenfest, denn dann füllt sich die Stadt mit den Leuten, die man lieber um sich hat. Mal schauen, ein paar sind wohl da (Semesterferien!) und Samstag ist sogar Music Night, was damals gar nicht schlecht war… Und zur Not wander ich die nächsten drei Tage durch Wald und Stadt und erzähle mir alte Geschichten, wovon einerseits genug vorhanden sind und die andererseits helfen, dieses Nest diese Stadt mit der rosa-roten Brille zu sehen.

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3 Kommentare

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  • Götz am 05.09.2005  #1

    Also, bis auf #1 kann ich aus meinen Erfahrungen am letzten Wochenende das meiste bestätigen … ;)

  • waldar.twoday.net am 08.09.2005  #2

    never mind the doherty

    da mache ich aber auf jeden fall mit.

    [via freakshow und einbecker]

  • UR-EINBECKER am 21.09.2005  #3

    zu 5: man kann auf der eule einige treffen
    zu 4: naja gute musik gibts auch in der provinz
    also bis in 2 wochen auf der eule!

    kannst dir bilder von pussel bei frau-dietrich anschauen!

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