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Deutschtext (2)

von Schuer am 01.01.2008

Fünf erlesene Textstellen aus der Tiefe meiner Playlist. Und ich schwöre, Echt sind auch dabei.

Teil 1 befindet sich hier: Deutschtext (1)

  • 5. Tocotronic – Let there be rock

    »Wir haben gehalten in der langweiligsten Landschaft der Welt. Wir haben uns unterhalten und festgestellt, dass es uns hier gefällt.«
    Langweiligste Landschaft der Welt.. Freiburg? Kanndochnicht. Also was meinen sie? Deutschlandweite Leserhinweise dringend erwünscht!

  • 4. Westernhagen – Mit 18

    »Ich möcht’ zurück auf die Straße, will wieder singen, nicht schön, sondern geil und laut. Denn Gold find’t man bekanntlich im Dreck, und Straßen sind aus Dreck gebaut.«
    Westernhagen? Liebe Kinder, der Mann hat 1978 Musik gemacht. In dem Song beschreibt er seine Jugend. Heute ist er 174 Jahre alt.

  • 3. Joint Venture – Politiker beim Ficken

    »Immer, wenn’s mich umhaut und mir schwindet der Humor, stell ich mir Politiker beim Ficken vor.«
    Direkt in die Magengrube konnten sie’s am besten. Wilde geile Nächte voller heißem Ying und Yang, Ich schäme mich beim Wichsen, Spucken gehn, Chronik meines Alkoholismus… Lieder aus dem Alltag also, mit zwei Gitarren und viel Zeug zum Rauchen vorgetragen. Kleinti starb im Alter von 33 Jahren an einem Herzinfarkt und wurde damit leider nicht älter als Kurt Cobain.

  • 2. Echt – Weinst du

    »Sag’ mal weinst Du, oder ist das der Regen, der von deiner Nasenspitze tropft?«
    Zähgelber Schnott und Sabber für romantische Momente. Spiderman hat’s allerdings geschafft, das Zeug in der Nase zu behalten, als er kopfüber vom Dach hing und von Mary Jane geküsst wurde.

  • 1. Freundeskreis – A.N.N.A.

    »Pitsch patsch nass floh ich unter das Vordach des Fachgeschäftes. Vom Himmel goss ein Bach. Ich schätz’, es war halb acht. Doch ich war hellwach, als mich Anna ansah, anlachte.«
    Der Song ist einer meiner All time favorites. Obwohl ich ihn schon seit langer Zeit gar nicht mehr gerne höre, sondern ihn einfach nur gerne in Erinnerung habe. Es sind keine persönlichen Ereignisse daran geknüpft, die ihn halbseitig unsterblich machen könnten, sondern er ist einfach da und spielt für sich alleine. Auch die Tatsache, dass er von FK ist, glänzt nicht von selbst, denn ich war nie ernsthaft Fan der Kolchose.
    Was also..? Der Text. Ich glaube, einen Großteil meines »All time« und »Favorite« macht allein dieser Text aus.

Warum die Maxvorstadt viel schöner ist als Schwabing

von Lena am 30.12.2007

Man kann es in jedem Reiseführer über München lesen: DAS Viertel war und ist Schwabing.
Eine glatte Lüge, denn wahre Münchner (und eingebürgerte “Zugroaste”) wissen, dass der liebens- und lebenswerteste Stadtteils Münchens die Maxvorstadt ist.

Bitteschön, hier die Top 5!

  • 5. Zwei Elite-Unis

    Die beiden Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München liegen beide in der Maxvorstadt. Nur der “Schweinchenbau”, das Department für Psychologie, schenkt Schwabing einen Punkt. Mist!

  • 4. Die Cafés

    Sicher, es gibt sehr viele schöne Cafés und Bars in München, aber die wirklich schönen, kleinen, kreativen, die man direkt ins Herz schließt, findet man in der Maxvorstadt: Das Café Jasmin, das Giulia oder die Ausgabe. Da kann die überfüllte Leopoldstraße mit ihren gewohnten amerikanischen Kaffeeketten (entschuldige, Schür ;-) , langweiligen Cocktailsbars und den Standard-Mexikanern nicht mithalten!

  • 3. Die Museen

    Die alte und neue Pinakothek sowie die Pinakothek der Moderne, das wunderbare Lenbachhaus, der Kunstbau, die Glyptothek: Alles in der Maxvorstadt.

  • 2. Maxvorstädter Persönlichkeiten

    Weil Wedekind sein “Frühlingserwachen” in der Maxvorstadt erlebte, Kandinsky und die “blauen Reiter” hier ihre Bilder malten, Thomas Mann und Paul Klee in der Schellingstraß miteinander diskutierten. Vieles was man eigentlich den “goldenen Zeiten” Schwabings zuschrieb — fand real in der Maxvorstadt statt.

  • 1. Der Königsplatz

    Der nächtliche Heimweg wird als Maxvorstädter zum Highlight jeder Nacht: Über den erleuchteten Königsplatz schreitet man wie Ludwig I. zufrieden nachhause.

Topics I won’t cover in a review of 2007

von Armin am 30.12.2007

It seems it is that time of the year again. The time where people look back at the year and write lists. Lists of the best somethingorother of the year. The Top Five cooking oils of the year. The Top Five goals scored by Michael Owen while playing for Newcastle in the FA Cup this year. The best English goalkeepers of the year. Yes, those kind of list. Everyone is doing it. So I’m going to join in, with the list of all lists, the list of list topics I’m not going to write about.

  • 5. Web2.0SocialNetworkBlogOnlineThingymahjiggy

    Already covered in 144,987,341 (rough estimate) other blogs and other techie websites. And another 556,873 will still write, trackback and pingback about them. Boring.

  • 4. Movies/DVDs

    I’ve been to the cinema exactly 0 times this year. And the DVDs were from approx 15 years ago (yay for nostalgia!). Not much to go on there, is it? Apart from that Ferris Bueller’s Day Off is still a great movie.

  • 3. Books

    Hey, you have to show that you’re not only staring at the computer screen, so better include a list of books. I just can’t be bothered to try to remember which ones I read this year. I’m sure there’s been a Christopher Brookmyre among them somewhere. And I’m certain it was good. That’ll have to do.

  • 2. Music

    I don’t have an iPod (or any other player for that matter), therefore don’t use iTunes or any similar software. Meaning I can’t run off pointless statistics how many times I’ve listened to which songs and create a ranking from it. Thinking about it, I think I’ve only bought about 3 or 4 CDs this year. Concerts? I’ve only been to one. That was Idlewild, who also make good CDs every once in a while. I think one might have been this year.

  • 1. Holiday Destinations

    Well, that would be a bit pointless coming from me. After all I’ve only been to one this year. So I haven’t really got much to rank and compare. Call me boring if you want.

Now I’m wondering if I should have a stab at predictions for 2008 again?

Vorsätze für das neue Jahr

von JC Niemeyer am 30.12.2007

Klassiche Vorsätze zu Beginn eines neuen Jahrs sind: mehr Bewegung, weniger Essen, gar keine Zigaretten. Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt und werden daher immer unpopulärer. Dieser Beitrag gibt dem orientierungslosen Leser auf der Suche nach neuen Vorsätzen praktische Lebenshilfe.

  • 5. Mehr Gelassenheit wagen

    Verkrampfte aller Länder, lasst Euch sagen: Gelassenheit ist gut für uns alle. Entspannt lebt es sich einfach besser. Nachdem es in diesem Jahr gelungen ist, das Klima zu retten, haben wir schließlich allen Grund, völlig unaufgeregt der Dinge zu harren, die da kommen. Wie das geht, habe ich unlängst anhand einer unzustellbaren E-Mail erfahren. Üblicherweise bekommt man seine Nachricht in so einem Fall binnen Stunden zurück, zusammen mit der Botschaft des Servers, er habe zwar alles gegeben, könne die E-Mail aber beim besten Willen nicht im Zielpostfach platzieren. Ich hatte es in diesem Jahr mit einem Mailserver zu tun, der entweder ziemlich gründlich war oder nichts von Hektik hielt. Obwohl man sich an erheblich kürzere Laufzeiten gewöhnt hat – im Jiddischen heißt E-Mail nicht ohne Grund Blitzpost – erreichte mich die Kunde von der Unzustellbarkeit meiner Nachricht erst sieben Wochen nach dem Abschicken. Das ist nicht nur die digitale Entsprechung der Postkarte, die ihren Empfänger erst nach Generationen erreicht, sondern auch ein Musterbeispiel der Gelassenheit.

  • 4. Nichts übertreiben

    Auf Kundentoiletten wird man häufig gebeten, diese so zu hinterlassen wie man sie vorgefunden hat. Man soll seinen Dreck selber wegmachen. Geschenkt. Kürzlich entdeckte ich die Aufforderung, die Kundentoilette so zu verlassen, wie man sie gerne vorgefunden hätte. Das empfand ich angesichts des desolaten Zustands der Räumlichkeiten als unangemessen. Umfangreiche Reinigungs- und Reparaturarbeiten fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Kunden. Dessen vorrangige Aufgabe ist es, Geld ins Geschäft zu bringen. Auch bei veränderter Erwartungshaltung seitens der Kaufleute sollte es bei dem Vorsatz bleiben, Reinigungsmittel und Werkzeug beim Einkaufsbummel zuhause lassen.

  • 3. Unterschiede akzeptieren

    Seit ich vor einigen Monaten ein MacBook erworben habe, werde ich gelegentlich auf diesen Computer angesprochen. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Gesprächsinhalte herauskristallisiert. Während Frauen verzückt ausrufen: „Der ist aber niedlich!“, fragen Männer, was so ein Ding denn kostet (es ist also genau wie beim ersten Kind im Freundeskreis). Dass Frauen und Männer sich unterscheiden, hat sich bereits herumgesprochen. Nicht einmal diejenigen, an denen das in der Schule vorbeigegangen ist, müssen dumm sterben. Der sogenannte Komiker Mario Barth etwa leistet unermüdliche Aufklärungsarbeit. Unterschiede, darauf will ich hinaus, sind jedenfalls eine tolle Sache, nicht nur die zwischen Menschen mit Penis und Menschen ohne. Das Stichwort heißt Individualität. Guter Vorsatz: Unterschiede akzeptieren.

  • 2. Das Prinzip Freundlichkeit

    Dieser Gedanke führt fast automatisch zum Prinzip Freundlichkeit: Es lohnt sich, zu anderen nett zu sein. Das ist schön, weil die anderen dann auch nett sind. Meistens – die übrigen sind Arschlöcher oder bemitleidenswert, oft sogar beides.

  • 1. Ehrlichkeit

    Ehrlich währt am längsten, sagt der Volksmund zu Recht. Daraus ergibt sich folgende Erkenntnis: Ehrlich gesagt ist es ziemlich bescheuert, ausgerechnet zum Jahreswechsel Vorsätze zu fassen.

2007: Platten, die elektrisierten

von einbecker am 30.12.2007

Jahresrückblick, Teil eins: Elektronische Musik. Ich bin wahrlich kein Experte, wahrscheinlich habe ich auch nur 10 bis 15 Alben ernsthaft in betracht gezogen — von daher ist dieser Liste eine inherente Fehlleistung einheim, die ich nur durch erhöhte Subjektivität wettmachen kann. Hier also Musik aus den Laptops dieser Welt:

  • 5. Simian Mobile Disco: Attack Decay Sustain Release

    La Breeze von den damals noch gitarrierenden Simian kommt einem nun wirklich nicht in den Sinn, wenn man das neue Werk der Eingreiftruppe Tanzmusik hört. Daft Punk hingegen durchaus, was ja grundsätzlich nichts verkehrtes sein kann.

  • 4. Modeselektor: Happy Birthday

    »bassbin-blowing techno hop dubstep core« sagte wohl mal der NME. Nun ja, unaufgeregte, abwechslungsreiche elektronische Musik mit einigen (für 70 Minuten verständlichen) Längen sage ich.

  • 3. Justice: †

    D.A.N.C.E. — Entschuldigung, aber: D.A.N.C.E.? Und auch wenn der Rest etwas abfällt — was bei diesem Hammer nur verständlich ist: Immer noch eine verdammt gute Platte.

  • 2. LCD Soundsystem: Sound Of Silver

    Pitchfork packt ihn ja sogar auf Platz zwei der Gesamtcharts und wünscht sich sowas wie den Elektronikspringsteen, für mich einfach als Mischung aus Hommagen, Computer und textueller Grandiosität ein sehr gutes Album. Und als Bonus gibt es noch 45 Minuten 33 oben drauf.

  • 1. Digitalism: Idealism

    Über Pogo könnte ich ähnliches sagen wie über obiges D.A.N.C.E., aber: ich muss es nicht. Denn neben einem Kracher liegen hier noch so viele andere Stücke rum (Idealistic! The Pulse! …), dass man getrost vom elektronischen Album des Jahres sprechen kann. Die Welt braucht keine 10 Daft Punks? Wenn sie so klingen: Durchaus.

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