Nicht nötigerweise die besten Platten, aber vielleicht Dinge, mit denen man nicht unbedingt rechnen konnte:
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5. Jamie T.: Panic Prevention
Die Entertainerqualitäten des Herrn Treays durfte ich im Juli beim Melt bewundern, einige Monate davor schon spielte seine Panikprävention auf meinem iPod. Die Mischung aus Vergangenheit und Zukunft, aus (auch ich muss den Skinner-Vergleich bringen) Streets, Strummer und Arctic Monkeys, mit programmierten Drums, Samples und Keyboards. Und auch wenn sie sich doch recht schnell plattgehört hat: Es war doch etwas Neues. Auf der Bühne sieht er übrigens jünger aus als im Video.
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4. Tele: Wir brauchen nichts
So unaufgeregt gut gab es Deutschsprachiges schon lange nicht mehr. Und auch wenn ich Tocotronic und Co. auf ewig verehren werde, es ist gut, dass manche es auch anders machen. Dieser Umgang mit der Sprache, lässiger gerappt als die Fantas auf den letzten fünf Alben, mehr Swing als jede Cicero-Single und dabei eine Coolness, die allerhöchstens noch Yetis aufbringen können.
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3. Figurines: When The Deer Wore Blue
Ich muss gestehen, dass unsere nördlichen Nachbarn erst letztes Jahr auf meinen Radar erschienen, und so musste ich eben grade mit erschrecken feststellen, dass When The Deer Wore Blue schon zwei Vorgänger hat. Auch wenn demnach meine folgenden Worte etwas falsch klingen mögen (und es generell wahrscheinlich auch generell sind, aber egal!): Der gefühlt unpeinlichste Falsettogesang seit den Queens Of The Stone Age. Country hör ich übrigens auch raus! Und Bärte! Und Blue Screens!
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2. Kate Nash: Made Of Bricks
Ich glaube, Konstantin schrieb mal von 11 Londoner Akzenten, die es selbst Einheimischen schwer machen, jemanden einem Stadtteil zuzuordnen. Nun ist es mir relativ sehr egal, welcher diese Akzente es denn ist, der da so schön über die Beziehungsprobleme seiner Besitzerin sinniert, solange er es möglichst noch auf den nächsten 10 Platten macht (oder optional natürlich mich heiratet, aber in schöne Akzente verliebt es sich auch leicht, vgl. Nouvelle Vague). Und wenn jetzt jemand mit »Pop! Ausverkauf!« kommt, dem kann ich nur ein »Stop beeing a dickhead!« entgegenschmettern.
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1. Mark Ronson: Version
So ich noch nicht alle Kommerz!-Schreier schon mit Nō. 2 vertrieben habe, kommt hier der ultimative Schocker. Es tut mir ja selbst ein bisschen Leid, gerade als jemand, der an sich (aber natürlich mit Ausnahmen) auch die dauernden CountryBossaCheesyCover ablehnt. Aber wenn es jemand schafft, aus einem Coldplay(!)-Stück ein großartiges(!) Instrumental(!) zu machen, dann horche ich auf. Und lege die Ohren erst wieder an, wenn auch Britney, die Zutons oder die Smiths verwurschtelt und neu zusammengesetzt wurden. Wenn sowas auf so verzückende Art und Weise geschieht, ja mei, da gehört das eben hier auf Platz eins, so einfach ist das — selbst, wenn die unvermeindliche Amy mit auf die Bühne geholt wird.

Old School, aber eingängiger als das erste Album »Yo! Bum Rush The Show« und schon damals harten Gitarren nicht abgeneigt.
Rap steigt auf in den Olymp kommerzieller Verwertung und läuft auf MTV von nun an in einer Endlosschleife.

In Summe ist es das wichtigste PE-Album. Sprachgewaltig und zeitlos.